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Schüler als Wissenschaftler

Knifflige Aufgabe: Die TU Clausthal ließ Zwölftlässler des Gymnasium zum Thema "Energiespeicher der zukunft" experimentieren.

Im Mittelpunkt stand ein Workshop, in dem die Chemiekurse des 12. Jahrgangs die Speichereigenschaften verschiedener Batterien untersuchen sollten. "Wie ein Arzt etwa die Leistungsfähigkeit eines Sportlers ermittelt, muss auch hier anhand von Tests quasi der beste Sportler ermittelt werden.", erklärt Jochen Brinkmann von der TU. Die Aufgabe war anspruchsvoll, die Gerätschaften aufwändig -"eine seltene Gelegenheit für die Schüler, unter wissenschaftlichen Bedingungen zu arbeiten", so Chemie-Lehrerin Sabine Pemberneck. Entsprechend motiviert tüftelten die angehenden Abiturienten über den Versuchsreihen. " Eine schöne Abwechslung zum normalen Unterricht", brachte es Tim Hondke auf den Punkt.

Gemeinsam mit den Wissenschaftlern experimentierten die Schüler

von Stephanie Boy

Der Flying Science Circus - Wissenschaf(f)t Zukunft - der Technischen Universität Clausthal (TU Clausthal machte am Dienstag Stopp beim Gymnasium Fallersleben. Insgesamt 48 Schüler der Chemie-Kurse von Sabine Pemberneck und Jennifer Voß des zwölften Jahrgangs hörten erst einen halbstündigen Vortrag und experimentierten dann selbst.

 

"Für Lehrer und Schüler ist es spannend, über den Tellerrand des Schulllebens zu schauen."

Leherin, Sabine Pemberneck, über neue Lernerfahrungen.

 

Im Mittelpunkt des Vormittags stand die Energiewende. Die Wissenschaftler Jochen Brinkmann und Andreas Czymai berichteten zunächst über aktuelle Forschungsprojekte. "Dabei ging es vor allem um die Nutzung von regenerativen Energien, also Strom, der durch Windkraft, die Sonne oder durch Erdwärme erzeugt wird. Denn hier gibt es derzeit noch ein großes Speicher-Problem", berichtete Pemberneck im Nachgang.

Daher stand nach dem Zuhören das Ausprobieren auf dem Plan: Die Schüler machten in arbeitsteiligen Workshops Experimente zum Thema "Energiespeicher für die Zukunft", die den Bau und den elektrochemischen Hintergrund von galvanischen Elementen und deren praktische Erprobung verdeutlichten. Pemberneck: "Untersucht wurden verschiedene Batterietypen, deren Effizienz mithilfe von Strom-Spannungs-Kurven überprüft wurde.

 

So wurden eine Magnesium-Luftsauerstoff-Zelle und eine Magnesium-Silberchlorid-Zelle getestet und deren chemische Reaktionen beobachtet.

 

Das TU-Projekt gibt es seit 2004 und dient der Förderung des Ingenieurnachwuchses. Nach 2010 war der "Zirkus" zum zweiten Mal am Gymnasium Fallersleben und wohl nicht zum letzten Mal - gibt es doch weitere spannende Themen wie zum Beispiel das Handy-Recycling.

 

"Für Lehrer und Schüler ist es gleichermaßen spannend, einmal über den Tellerrand des Schullebens hinaus zu schauen. Die Schüler haben einen ersten Eindruck vom Studentendasein gewonnen und festgestellt, ob das Studienfach Naturwissenschaften ihnen liegt, oder eben nicht", erläuterte die Lehrerin.

 

 

Wissenschaft hautnah: Rund 60 Silberkämper erlebten beim „Flying Science Circus“ der TU Clausthal Spannendes. Studentin Winniefred Beisheim hielt einen Vortrag samt Experimenten

60 Oberstufen-Schüler schnupperten Hochschulluft beim „Flying Science Circus „ der TU Clausthal


Fliegen lernen konnten die 60 Silberkämper Elfklässler beim „Flying Science Circus“ der TU Clausthal zwar nicht, doch einiges anderes lernen: Fächerübergreifend und hautnah erlebten die Gymnasiasten Spannendes aus Biologie, Chemie, Physik und Politik.


Peine. Wissenschaft hautnahe erlebten gestern 60 Elftklässler des Silberkamp-Gymnasiums. Die TU Clausthal war mit ihrem „Flying Science Circus in die Peiner Schule gekommen, um den Gymnasiasten zu zeigen, wie spannend und vielfältig die Fragen sind, mit denen sich Naturwissenschaftler und Ingenieure auseinandersetzen. Dabei wurden die Schüler immer wieder einbezogen, experimentierten und diskutierten zu Vermeidung von technischen Unfällen etwa bei Fahrradlenkern oder über die Zusammensetzung eines Handys – samt politischer Betrachtung der hierzu benötigten Erzgewinnung im Kongo.

Das kam an bei den Oberstufenschülern: „Es ist wirklich interessant, zumal ich mich für technische Dinge interessiere“, betonte der 18-Jährige Pascal Bertram. „Maschinenbau kommt für einige von uns in Betracht, da ist so ein Einblick, was auf uns zukommt, wichtig.“ Auch Lehrerin und Chemie-Fachobfrau Christiane Schulz-Wolzik lobte das Programm:“ Die Schüler können Wissenschaft live erleben und etwas Hochschulluft schnuppern. Außerdem können sie selbst experimentieren und die Themen wie Fahrrad und Auto sind na an den Schülern.“ Das gefiel auch Gymnasiast Sven Engel (16): „ Die Themen wie unterschiedliche Beanspruchung von Fahrradlenkern sind interessant – denn das sind alles Dinge aus dem Alltag.“


von Christina Lohner

Peine. Wie lässt sich verhindern, dass ein Fahrradlenker bricht, und was hält eine Schraube aus? Winnie Beisheim, Maschinenbaustudentin an der Technischen Universität (TU) Clausthal, hat Elfklässlern des Gymnasiums am Silberkamp am Dienstagvormittag  einen Crashkurs in Betriebsfestigkeit gegeben.

Was ist das? Betrieb steht schlicht  dafür, dass etwas in eine Maschine eingebaut ist, wie die 18-Jährige erklärte. Festigkeit heißt, "dass ein Bauteil nicht kaputt gehen soll". Und das ist die Aufgabe des Ingenieurs.

Die Studentin vermittelte auf Augenhöhe -"so dass wir es verstehen", lobte Marvin. Der 17-Jährige nahm mit seinem Leistungskurs Physik an dem Experimentalvortrag teil. Er kann sich gut vorstellen, später selbst Maschinenbau zu studieren. Winnies Vortrag habe ihn darin bestärkt.

Genau das ist laut Jochen Brinkmann das Ziel des "Flying Science Circus". Seit 2004 gehe die TU Clausthal mit dem  "fliegenden Wissenschaftszirkus" etwa 20 Mal pro Jahr an Schulen in Norddeutschland auf Nachwuchsfang, berichtete der Leiter der TU-Kontaktstelle Schule und Universität. Denn "die deutsche Wirtschaft hat einen großen Ingenieurmangel".

Entsprechend gute Jobaussichten haben die Studenten des Ingenieurwesens - ein Grund, warum Winnie, die zurzeit im dritten Semester studiert, ihr Fach wärmstens empfahl.

Ihre Uni sei eine von nur zweien in Deutscfhland, die eine Professur für Betriebsfestigkeit haben: " die Kunst, Bauteile so zu gestalten, dass sie für ihre erwartete Lebensdauer und Nutzung nicht versagen", erklärte Brinkmann. Damit ein Fahrradlenker nicht bricht, wie es ihm selbst einmal passiert - oder aber Zugunglücke wie 1998 in Eschede verhindert werden. Die Ursache des Unfalls mit mehr als 100 Toten: ein gebrochener Radreifen.

Wie misst man die Schwingfestigekit von Bauteilen? Winnie verteilte Büroklammern unter den Schülern der Grund- und Leistungskurse Physik, Chemie und Biologie. Sie sollten sie so lange hin- und herbiegen, bis sie kaputt gingen. Je weiter die Jungen und Mädchen sie auseinanderbogen, desto schneller hatten sie die Aufgabe gelöst. Für "echte" Ingenieure erledigen das Maschinen, die zum Beispiel Busgelenke oder Autoachsen so lange belasteten, bis sie kaputt sind. Das zeigte die Studentin den Schülern mit kurzen Filmen.

Die Beanspruchung eines Fahrradlenkers konnte einer der Schüler an einem Modell selbst testen. Sofort schlugen die bunten Linien des Messgeräts aus. Lorena Erpel zeigte sich beeindruckt von dem Experiment. Ihr Rad will die 17-Jährige ab sofort " öfter durchchecken lassen."

Doch ein Ingenieur beschäftigt sich mit vielen verschiedenen Themen. Er oder sie " ist an den wichtigsten aktuellen Gesellschaftsfragen beteiligt", sagte Brinkmann. Um weitere Facetten des Berufs kennenzulernen, konnten die Gymnasiasten in einem Workshop am Nachmittag physikalische und chemische Recyclingmethoden ausprobieren.

Helmut Gellrich, Fachobmann Physik am Silberkamp, ist dieser Kontakt zu Universiäten wichtig. Er will seine Schüler besonders auf naturwissenschaftliche Berufe vorbereiten. Mission geglückt: " Vielleicht werde ich doch Ingenieur", sagte der 17-Jährige jean-Louis nach Winnies Vortrag und lachte.

 

Quelle: Braunschweiger Zeitung, Ausgabe Peine 6. Februar 2013

Fulda. Auf ein kleines Jubiläum können Schulleiter Dr. Rudolf Drexler, die Abteilungsleiterin des Beruflichen Gymnasiums, Anke Hofer, und Bernhard Ilsemann als Initiator des Projekts von der Eduard-Stieler-Schule sowie Dr. Andreas Czymai und Jochen Brinkmann von der Technischen Universität Clausthal mit ein wenig Stolz zurückblicken. Durch einen Zeitungsartikel aufmerksam gemacht, regte Bernhard Ilsemann, teilabgeordneter Fachberater am Schulamt Fulda den ersten Besuch in Fulda an. Als der Flying Science Circus der renommierten südniedersächsischen Universität im Frühjahr 2008 das erste Mal Fulda besucht hatte, konnte noch niemand ahnen, dass sich daraus eine langjährige Verbindung ergeben würde.

© fuldainfo -  foto: tm

Mittlerweile haben weit über 1.000 Schülerinnen und Schüler sowie über 100 Lehrerinnen und Lehrer an den kombinierten Lehrer- und Schülerfortbildungen in der Eduard-Stieler-Schule teilnehmen können. Dabei wurden fast 30 Workshops und Experimentalvorträge zu den Themen "Elektrochemie", "Strömungsmechanik", "Wunderbare Welt des Lichts", "Von der Schmelze zum Guss" und "Recycling" angeboten, zu denen auch immer die naturwissenschaftlichen Leistungskurse der anderen Fuldaer Gymnasien eingeladen wurden. Auch dieses Jahr motivierten die Clausthaler Wissenschaftler Schülerinnen und Schüler der Winfriedschule, der Ferdinand-Braun-Schule und der Eduard-Stieler-Schule für ein Ingenieur- oder naturwissenschaftliches Studium in den sogenannten MINT-Fächern. Alle drei Schulen sind von Anfang an mit dabei gewesen.

 

Die Veranstaltungen fanden nicht ausschließlich in Fulda statt, besonderer Höhepunkt der Kooperation war 2010 der Besuch einer Abordnung der Eduard-Stieler-Schule in Clausthal zur Unterzeichnung eines Partnerschaftsvertrages. 2012 besuchten Mathematiklehrer eine Lehrerfortbildung, um sich mit dem neuesten Stand der Wissenschaft vertraut zu machen. Beim Tag der Offenen Tür an der Eduard-Stieler-Schule ließ sich die Universität mit einem Informationsstand vertreten. Beide Einrichtungen verbindet, dass die persönliche Betreuung der Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums der Eduard-Stieler-Schule sich an der kleinen Universität widerspiegelt. Mit fast 4.400 Studenten und 1.160 Mitarbeitern bleibt das Studium persönlich im Gegensatz zu anderen Universitäten mit Massenfächern. Die Technische Universität Clausthal gehört laut Wirtschaftswoche von 2009 zu den Deutschen Managerschmieden und belegt bei Rankings auch in der Wochenzeitung Zeit 2012/13 Spitzenpositionen in den Fächern Maschinenbau, Informatik und Wirtschaftsingenieurwesen.

 

Hier können auch Stieler-Absolventen der Fachrichtung Biologietechnik eine Perspektive erhalten. Interessant dürfte auch die Tatsache sein, dass die Zulassung zum Studium der Betriebswirtschaftslehre dort nicht einge-schränkt ist, denn der Studiengang ist dort noch recht neu und steht, genau wie die anderen 17 dort angebotenen Bachelor-Studiengänge allen Absolventen der Beruflichen Gymnasien offen, die ja auch eine Allgemeine Hochschulreife verleihen. Für den kommenden November ist bereits der nächste Besuch geplant. Im Rahmen eines Comenius-Projektes wird sich die renommierte Uni wieder in Fulda vertreten lassen, um vor einem internationalen Publikum einen englisch-sprachigen Experimentalvortrag zum aktuellen Thema Recycling zu halten.  +++ fuldainfo

 

            09-03-2013, 05:43:00 | fdi/ots/dts


08.03.13 - FULDA - Auf ein kleines Jubiläum können Schulleiter Dr. Rudolf Drexler, die Abteilungsleiterin des Beruflichen Gymnasiums, Anke Hofer, und Bernhard Ilsemann als Initiator des Projekts von der Eduard-Stieler-Schule sowie Dr. Andreas Czymai und Jochen Brinkmann von der Technischen Universität Clausthal mit ein wenig Stolz zurückblicken. Durch einen Zeitungsartikel aufmerksam gemacht, regte Bernhard Ilsemann, Fachberater am Schulamt Fulda, den ersten Besuch in Fulda an. Als der Flying Science Circus der renommierten südniedersächsischen Universität im Frühjahr 2008 das erste Mal Fulda besucht hatte, konnte noch niemand ahnen, dass sich daraus eine langjährige Verbindung ergeben würdeMittlerweile haben weit über 1.000 Schüler sowie über 100 Lehrer an den kombinierten Lehrer- und Schülerfortbildungen in der Eduard-Stieler-Schule teilnehmen können. Dabei wurden fast 30 Workshops und Experimentalvorträge zu den Themen „Elektrochemie", „Strömungsmechanik", „Wunderbare Welt des Lichts", „Von der Schmelze zum Guss" und „Recycling" angeboten, zu denen auch immer die naturwissenschaftlichen Leistungskurse der anderen Fuldaer Gymnasien eingeladen wurden. Auch dieses Jahr motivierten die Clausthaler Wissenschaftler Schüler der Winfriedschule, der Ferdinand-Braun-Schule und der Eduard-Stieler-Schule für ein Ingenieur- oder naturwissenschaftliches Studium in den sogenannten MINT-Fächern. Alle drei Schulen sind von Anfang an mit dabei gewesen. Die Veranstaltungen fanden nicht ausschließlich in Fulda statt, besonderer Höhepunkt der Kooperation war 2010 der Besuch einer Abordnung der Eduard-Stieler-Schule in Clausthal zur Unterzeichnung eines Partnerschaftsvertrages. 2012 besuchten Mathematiklehrer eine Lehrerfortbildung, um sich mit dem neuesten Stand der Wissenschaft vertraut zu machen. Beim Tag der Offenen Tür an der Eduard-Stieler-Schule ließ sich die Universität mit einem Informationsstand vertreten.Beide Einrichtungen verbindet, dass die persönliche Betreuung der Schüler des Beruflichen Gymnasiums der Eduard-Stieler-Schule sich an der kleinen Universität widerspiegelt. Mit fast 4.400 Studenten und 1.160 Mitarbeitern bleibt das Studium persönlich im Gegensatz zu anderen Universitäten mit Massenfächern.Die Technische Universität Clausthal gehört laut Wirtschaftswoche von 2009 zu den Deutschen Managerschmieden und belegt bei Rankings auch in der Wochenzeitung Zeit 2012/13 Spitzenpositionen in den Fächern Maschinenbau, Informatik und Wirt-schaftsingenieurwesen. Hier können auch Stieler-Absolventen der Fachrichtung Biologietechnik eine Perspektive erhalten. Interessant dürfte auch die Tatsache sein, dass die Zulassung zum Studium der Betriebswirtschaftslehre dort nicht eingeschränkt ist, denn der Studiengang ist dort noch recht neu und steht, genau wie die anderen 17 dort angebotenen Bachelor-Studiengänge, allen Absolventen der Beruflichen Gymnasien offen, die ja auch eine Allgemeine Hochschulreife verleihen. Für den kommenden November ist bereits der nächste Besuch geplant. Im Rahmen eines Comenius-Projektes wird sich die renommierte Uni wieder in Fulda vertreten lassen, um vor einem internationalen Publikum einen englischsprachigen Experimentalvortrag zum aktuellen Thema Recycling zu halten. (Text: Bernd Ilsemann)+++


Auf ein kleines Jubiläum können Schulleiter Dr. Rudolf Drexler, die Abteilungsleiterin des Beruflichen Gymnasiums, Anke Hofer, und Bernhard Ilsemann als Initiator des Pro­jekts von der Eduard-Stieler-Schule sowie Dr. Andreas Czymai und Jochen Brink­mann von der Technischen Universität Clausthal mit ein wenig Stolz zurückblicken.


Durch einen Zeitungsartikel aufmerksam gemacht, regte Bernhard Ilsemann, teilab-geordneter Fachberater am Schulamt Fulda den ersten Besuch in Fulda an. Als der Flying Science Circus der renommierten südnie­dersächsischen Universität im Früh-jahr 2008 das erste Mal Fulda besucht hatte, konnte noch niemand ahnen, dass sich daraus eine langjährige Verbindung ergeben würde.


Mittlerweile haben weit über 1.000 Schülerinnen und Schüler sowie über 100 Lehre­rinnen und Lehrer an den kombinierten Lehrer- und Schülerfortbildungen in der Edu­ard-Stieler-Schule teilnehmen können. Dabei wurden fast 30 Workshops und Expe­rimental­vorträge zu den Themen „Elektrochemie“, „Strömungsmechanik“, „Wunder­bare Welt des Lichts“, „Von der Schmelze zum Guss“ und „Recycling“ angeboten, zu denen auch immer die naturwissenschaftlichen Leistungskurse der anderen Fuldaer Gym­nasien eingeladen wurden.


Auch dieses Jahr motivierten die Clausthaler Wissenschaftler Schülerinnen und Schüler der Winfriedschule, der Ferdinand-Braun-Schule und der Eduard-Stieler-Schule für ein Ingenieur- oder naturwissenschaftliches Studium in den sogenannten MINT-Fächern. Alle drei Schulen sind von Anfang an mit dabei gewesen.


Die Veranstaltungen fanden nicht ausschließlich in Fulda statt, besonderer Höhepunkt der Kooperation war 2010 der Besuch einer Abordnung der Eduard-Stieler-Schule in Clausthal zur Unterzeichnung eines Partnerschaftsvertrages. 2012 besuchten Ma­thematiklehrer eine Lehrerfortbildung, um sich mit dem neuesten Stand der Wissen­schaft vertraut zu machen.


Beim Tag der Offenen Tür an der Eduard-Stieler-Schule ließ sich die Universität mit einem Informationsstand vertreten.


Beide Einrichtungen verbindet, dass die persönliche Betreuung der Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums der Eduard-Stieler-Schule sich an der kleinen Universität widerspiegelt. Mit fast 4.400 Studenten und 1.160 Mitarbeitern bleibt das Studium persönlich im Gegensatz zu anderen Universitäten mit Massenfächern. Die Technische Universität Clausthal gehört laut Wirtschaftswoche von 2009  zu den Deutschen Managerschmieden und belegt bei Rankings auch in der Wochenzeitung Zeit 2012/13 Spitzenpositionen in den Fächern Maschinenbau, Informatik und Wirt-schaftsingeni­eurwesen. Hier können auch Stieler-Absolventen der Fachrichtung Bio-logietechnik eine Perspektive erhalten. Interessant dürfte auch die Tatsache sein, dass die Zulas­sung zum Studium der Betriebswirtschaftslehre dort nicht einge-schränkt ist, denn der Studiengang ist dort noch recht neu und steht, genau wie die anderen 17 dort angebotenen Bachelor-Studiengänge allen Absolventen der Berufli­chen Gymnasien offen, die ja auch eine Allgemeine Hochschulreife verleihen.


Für den kommenden November ist bereits der nächste Besuch geplant. Im Rahmen eines Comenius-Projektes wird sich die renommierte Uni wieder in Fulda vertreten lassen, um vor einem internationalen Publikum einen englisch-sprachigen Experimentalvortrag zum aktuellen Thema Recycling zu halten.


Rund 100 Schüler erleben Wissenschaft und Technik

Die Maschinenbaustudenten Anatol Teichmann (re.) und Kerstin Malobabic (li. knieend) erklären das Prinzip des Flettnerrotors: Luft umströmt einen schnell drehenden Zylinder. Von auf der einen Seite wird die Luft mitgerissen, beschleunigt, "verdünnt", auf der gegenüberliegenden Seite "abgebremst", gestaut, so entstehen Unterdurck und Überdruck - zusammen mit der Umströmung, das Auftriebsprinzip der Rotorblätter. Foto: Christian Ernst.

26.07.2011

Clausthal-Zellerfeld. Schüler sind in den Sommerferien nur an Freizeitparks und Spaßbädern interesseirt. Mit diesem Vorurteil haben 80 internationale Stipendiaten sowie 18 Kinder aus dem Kreis Osterode aufgeräumt. Für die 10- bis 15-Jährigen arrangierte die Technische Universität Clausthal an zwei Tagen ein Programm - und kam mit dem Angebot, Wissenschaft zu erleben, bei den Teenagern bestens an.

"Oh", "aha", "klasse". Diese und ähnliche Ausrufe von Erstaunen und Begeisterung waren immer wieder unter den Schülern zu vernehmen, egal für welches Angebot sie sich entschieden hatten. Eingeteilt in drei Gruppen, lernten die einen die digitale Fabrikplanung im Virtual-Reality-Labor der Uni kennen. Die anderen besuchten das ehemalige Bergwerk 19-Lachter-Stollen in Wildemann. Und die dritte Gruppe ließ sich sich vom Team des Wissenschaftszirkus ( "Flying Science Circus") der Hochschule detailliert eine Frage beantworten: Wie wird aus Wind elektrischer Strom?

Um sich mit dem Thema altersgerecht zu beschäftigen, hatte der Flying Science Circus um Jochen Brinkmann im Jugendgästehaus Harz in Osterode einen ganzen Parcours aus Vorführungen und Versuchen vorbereitet. Die Mädchen und Jungen experimentierten, bastelten Modelle, stellten Fragen und erschlossen sich dadurch beispielsweise Prinzipien der Strömungsmechanik, die Arbeitsweise eines Windkraftrades sowie den effizienten  Einsatz von Materialien. Am zweiten Tag des kurzweiligen Workshops besichtigte die Gruppe in Schwiegershausen den Windpark. Wir haben uns dort Windräder mit Getriebe und solche mit Direktantrieb angeschaut", erläuterte Dr.-Ing. Andreas Czymai.

"Klasse, wie das Team der TU Clausthal den Schülern die Thematik Windkrafträder in all ihren wissenschaftlichen und technischen Facetten nähergebracht hat", sagte Bernd Blumhardt, Diplom-Sozialarbeiter bei der Stadtjugendpflege in Osterode. Es war das erste Mal, dass die Universität im Rahmen des Ferienpasses mit der Nachbarstadt zusammengearbeitet hat. " Der Andrang war so groß, wir konnten gar nicht alle Anmeldungen berücksichtigen", so Blumhardt.

Erfreut über das Programm an der Uni zeigten sich auch die vielen internationalen Teilnehmer. Rund 80 Schüler verbringen derzeit einen dreiwöchigen Aufenthalt im Internationalen Haus in St. Andreasberg. Sie kommen aus Ländern in Asien, Südamerika und Europa und besuchen dort die Pasch-Schulen. Das sind Partnerschulen der Bundesrepublik, an denen die deutsche Sprache unterrichtet wird. Besonders leistungsstarke Schüler aus 14 Ländern haben Stipendien für einen Deutschland-Besuch erhalten. "Ich würde später gerne etwas im Bereich Energie oder Wirtschaft studieren", sagte etwa der 14-jährige Mutalib Mahmudov aus Tadschikistan. Wie zwei Stipendiaten aus Pakistan wollte er sich an einem Vortrag von Susanne Romanowski, der Leiterin des Internationalen Zentrums Clausthal, am liebsten gleich für ein Studium an der TU einschreiben. Zunächst müssen die Heranwachsenden allerdings die Schule in ihrer Heimat abschließen.

Quelle: Goslarsche Zeitung.

Workshop der Technischen Universität Clausthal am GBE

Sorgfältiges Verschrauben zahlt sich aus - nur eine Batterie, die nicht "leckt", kann funktionieren.

Am 22.06.11 eröffnete sich für den Physikkurs auf erhöhtem Niveau der derzeitigen Qualifikationsphase 1 die Chance, sich einen interessanten Einblick in das technische Studium an der Universität Clausthal zu verschaffen.

In einer kurzen Vorstellung dieser Universität erhielten die Schülerinnen und Schüler einen Überblick über die Möglichkeiten des Studiums in Clausthal. Zu den überzeugenden Vorteilen dieser Universität zählen nicht nur das breitgefächerte, in drei Schwerpunkten aufgeteilte Studienangebot (auch für weibliche Bewerber, welche immerhin schon ein Drittel der aktiven Studenten dort stellen), sondern auch die intensive Betreuung jedes Studierenden, bedingt durch die realtiv kleine Studentenzahl. Zudem machen vielseitige Freizeitangebote insbesondere im Bereich Sport die Universität  auch international attraktiv, sodass bereits ein Drittel der Studenten aus dem Ausland stammt.

Nach einer kurzen Einführung bezüglich der chemischen Speicherung elektrischer Energie in Form von (Luftsauerstoff-) Batterien, Akkus und Brennstoffzellen, wobei die Entwicklung erneuerbarer Energie in den Vordergrund trat, ging der Workshop dann in den praktischen Teil über, als die Schüler nun selbst eine Batterie konstruieren durften: Aus einzelnen Materialien wie z. B. Dichtungsrahmen, Schrauben und  natürlich den für die Batterie notwendigen Magnesiumplatten und mit weiteren beschichteten Metallplatten wurde eine Batterie erstellt, deren Funktionsfähigkeit natürlich noch überprüft werden musste. Nachdem die Gefahr eines Kurzschlusses ausgeschlossen werden konnte, wurde die Zelle mit einer Elektrolytlösung befüllt werden, wobei sich herausstelle, ob das Gehäuse fest genug verschraubt wurde und schließlich die einzelnen Zellen in Reihe geschaltet, damit sich die Spannungen der einzelnen Elemente jeweils addieren. Die Testfahrt eines Elektroautos war somit vorbereitet. Nach Anschluss der Luftsauerstoffbatterie und der AgCl-Magnesium-Primärbatterie zeigte sich, dass das Experiment zumindest teilweise erfolgreich war:

Das Elektroauto kam ins Rollen - wenn auch noch mit sehr geringen Geschwindigkeiten.

Das System dieser Energiespeicherung und - bereitstellung scheint also noch verbesserungswürdig ... die Optimierung dieser aus regenerativen Energien gewonnen Leistungsfähigkeit ist nun Aufgabe der potentiellen Studenten!

Julia Schröder, Rebecca Schütte - erstellt am 23.6.2011, Website des Gymnasiums Bad Essen.

 

 

Flying Science Circus der TU Clausthal am GBE

Am 22.06.2011 konnten die 5. Klassen im "Flying Science Circus", der im Hörsaal MoBiLab aufgebaut wurde, Experimentalvorträge sehen.

Uns wurde von zwei Wissenschaftlern der TU Clausthal das "Druck und Reibung" näher gebracht. Sie haben uns viele Experimente gezeigt, die sehr spannend waren. Bei einem davon legte sich eine Klassenkameradin auf ein Brett mit vielen Nägeln. Anschließend wurde ein zweites Nagelbrett als "Decke" auf sie draufgelegt. Darauf stellte sioch sogar noch ein weiteres Mädchen! Unsere Klassenkameradin meinte, dass es gar nicht wehgetan habe.

Viele waren davon überzeugt und fanden die Vorstellung und den Vortrag sehr toll! Alle würden so einen Vortrag gerne wieder hören und sehen.

Thorben Welling, Denise Betker, Ilka Siekemeyer (Klasse 5L2)                        Website des Gymnasiums Bad Essen  http://www.g-b-e.de/

Das Handy weist den Weg zum Bürgerkrieg im Kongo

Der Zickzacksichter ist ein Gerät, das Stoffe unterschiedlicher Dichte trennen kann. Foto: Elvira Parton.

Osnabrück. Fast alle Schüler besitzen heute ein Handy, viele von ihnen die neuesten Modelle. Doch welche Rohstoffe verbergen sich eigentlich unter den elektronischen Komponenten? Und was haben die Verschwendung und das Recycling knapper Ressourcen mit Konflikten in rohstoffreichen Regionen wie dem Kongo zu tun?

Zur Veranschaulichung dieser und weiterer umweltpädagogischer Fragen standen jetzt 20 Schülern der Jahrgangsstufe 11 am Gymnasium "In der Wüste" zwei Experten des im Herbst 2004 gegründeten "Flying Science Circus" (Fliegender Wissenschaftszirkus) der Technischen Universität Clausthal gegenüber.

Während Dr. Andreas Czymai die Oberschüler an den praktischen Teil des rund dreistündigen Projektes heranführte, schlüpfte Jochen Brinkmann mit ihnen in die Rolle der politisch Handelnden: "Die Schüler sollen die vermittelten Inhalte gemeinsam kenten und sich so bewusst die entscheidenden Stellschrauben erarbeiten", so der Leiter der Kontaktstelle Schule-Universität.

Gesagt, getan: "Tantal" antwortete Schülerin Insa von Wittich im theoretischen Teil auf Brinkmanns Frage, welche strategischen Metalle ein Handy enthält. Da diese Erzart hauptsächlich in rohstoffreichen Regionen wie Zentralafrika vorkommt, ist die Brücke zum Bürgerkrieg im Kongo, dessen komplizierter Geschichte und dem Austausch von Erz gegen Waffen schnell geschlagen.

Im experimentellen Teil des Workshops lernen die Schüler u.a. den Zickzacksichter kennen - ein technisches Spezialgerät, mit dessen Hilfe sich Elektroschrott in Stoffe unterschiedlicher Dichte trennen läßt. Ziel des Verfahrens sit ein optimales Ergebnis mit möglichst wenig Materialverlust.

"Während in der Physik immer nur ein Gesetz gilt, sind im Kampf gegen die Verschwendung konfliktträchtiger Hichtech-Ressourcen und gegen wildes Recycling mehrere Lösungsansätze gefragt", so Brinkmann.

Zum Auftakt des Modellvorhabens der TU Clausthal, welches die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) in den nächsten zwei Jahren mit 18000 Euro unterstützt, kam auch Diplom-Biologin Ulrike Peters, Leiterin des Referats Umweltinformationsvermittlung, ins Gymnasium "In der Wüste".

"Wir befinden uns in der komfortablen Situation, die Schüler mit diesen fachübergreifenden Projekt für die Folgen ihres Handelns sensibilisieren zu können. Das könnte die Schule allein so niemals leisten", sprach Schulleiter Christoph Schüring den kooperastionspartnern seinen Dank aus. Ende der Woche planen die Wissenschaftler einen weiteren Workshop mit Schülern am Ratsgymnasium.

NOZ online vom 27. Juni 2011.

 

 

 

Fruchtbare Kooperation BBS I - TU Clausthal

Von wegen Theorie: Wie spannend die Beschäftigung mit Naturwissenschaften sein kann, erlebten mehr als 120 Schülerinnen und Schüler der Beruflichen Gymnasien Wirtschaft und Technik der BBS I Osterode wieder einmal im Flying Science Circus . Jochen Brinkmann, Jens Drieseberg und Dr. Andreas Czymai von der Technischen Universität Clausthal waren zu Gast und schafften es, ihre aktuellen Forschungsprojekte auf ein schülergerechtes Niveau zu transferieren und die technikbegeisterten Schülerinnen und Schüler mit spannenden Experimenten in ihren Bahn zu ziehen. Dieses Mal spielte neben der Metall-, Gießerei- und Elektrokunde die Technische Informatik und die moderne Antriebstechnik eine zentrale Rolle. 

In einem Workshop konnten die Gymnasiasten selbst experimentieren und stellten z. B. Antriebszellen für Fahrzeuge her, um sie im Anschluss in der Aula in einem Testrennen mehrerer Autos auszuprobieren.

Mit Blick auf den drohenden Fachkräftemangel in der Region ist der BBS I in Osterode die Förderung der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) ein zentrales Anliegen. Der Landkreis Osterode am Harz als Schulträger die Schule dabei mit einer sachgerechten und modernen Ausstattung im naturwissenschaftlichen Bereich.

Durch Projekte wie den "Flying Science Circus" leistet die TU Clausthal einen wesentlichen Beitrag zur Förderung des Ingenieurnachwuchses. Die schülernahe, lockere und verständliche Art der Mitarbeiter und der Gang in die Schulen erleichtert insbesondere jungen Frauen den Einblick in Technik und Naturwissenschaften.

Quelle: Website der BBS I Osterode, 13. 12. 2010

Gut liegen auf Nagelbrett

30.04.2010 Lokales Weilburg

Der fliegende Wissenschafts-Zirkus im Gymnasium Philippinum
Simon Tippner bewies Mut, als er es sich auf dem Nagelbett „bequem“ machte. Warum er sich dabei nicht verletzte, erfuhren die Schüler von den Physikern der TU Clausthal. Foto: Schmidt Simon Tippner bewies Mut, als er es sich auf dem Nagelbett «bequem» machte. Warum er sich dabei nicht verletzte, erfuhren die Schüler von den Physikern der TU Clausthal. Foto: Schmidt

Eine Zirkusvorstellung ganz anderer Art erlebten Schüler des Gymnasium Philippinum am Mittwoch in der Aula der Schule.

Weilburg. Der «Flying Science Circus» der Technischen Universität Clausthal war eigens aus dem Harz angereist. Im Gepäck hatten Dr. Andreas Czymai, Johannes Schuhmacher und Jochen Brinkmann eine Vielzahl physikalischer Experimente. Von der ersten bis zur sechsten Stunde konnten Mittel- und Oberstufenschüler nicht nur über die Experimente staunen, sondern sich auch an ihnen beteiligen.
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Die stellvertretende Schulleiterin Renate Geil versprach bei ihrer Begrüßung zu Recht einen spannenden Schultag, der im Rahmen des MINT-Projekts den Schülern diesmal Naturwissenschaft und Technik mit Experimenten näher bringe, für die im Unterricht manchmal Zeit und Voraussetzungen fehlten.

Wie Seifenblasen funktionieren zeigten Experimente, die sich mit Tensiden befassten. Dass mit ihrer Hilfe, Erdöl aus Sandsteinlagerstätten gefördert wird, war allen Zuschauern neu, offenbart aber gleichzeitig die großtechnische Bedeutung dieser Stoffe. Diese erhellenden Verbindungen zwischen Experiment, Theorie und Praxis zogen die drei «Artisten» immer wieder und sorgten so für das eine oder andere Aha-Erlebnis. Läuft Sand durch einen Trichter mit flacher oder steiler Wandneigung schneller? Spektakulär war dieser Versuch zum Thema «Druck und Reibung in Technik und Natur» nicht. Die Mehrzahl der Schüler gab aber die zutreffende Vermutung ab, der steilere Trichter sorge für den schnelleren Durchlauf.

Aufregend war dagegen das Probeliegen auf einem Nagelbett. Simon Tippner aus der 7 b bewies Mut, legte sich, ohne mit der Wimper zu zucken, auf die ungewöhnliche Liegestatt und gestattete es sogar, dass noch eine Nageldecke den Komfort vervollkommnete. Schnell fanden die Schüler heraus, dass die Druckverteilung Simon so komfortabel auf den über 3000 Nägeln liegen ließ. Gerade einmal mit 15 Gramm drückte sich ein Nagel auf die Haut.

Weitere Experimente drehten sich um die «wunderbare Welt des Lichts» und die «Grundlaststromversorgung mit regenerativen Energien». Ein besonderer Mitmachspaß war am Ende der Zusammenbau von Batterien. Mit ihnen wurde ein Elektroauto angetrieben. Wie gut die daran beteiligten Oberstufenschüler die Batterien zusammengebaut hatten, konnte an der Zeit festgestellt werden, in der das Auto eine festgelegte Messstrecke durchfuhr. «Eine lehrreiche Abwechslung und Ergänzung zum Schulunterricht», meinte Vanessa Paul, als das Auto sich tatsächlich in Bewegung setzte.

«Kein dünnes Brett»

Auch Vorführungen zur Gießereitechnik und Schwingungen standen auf dem Programm der Clausthaler. Nicht ohne Stolz berichtete Jochen Brinkmann schließlich von einem an der TU Clausthal entwickelten Gerät, das bei der Zahnsteinentfernung zwischen dem harten Zahnstein und Zahnschmelz unterscheiden kann. Der Zahnarzt wird in schwer einsehbaren Bereichen also nur dort arbeiten, wo sich auch Zahnstein befindet.

Bis zu vierzig Mal im Jahr sind zwei bis drei Mitarbeiter und Studierende der Hochschule aus einem Team von etwa 15 Personen unterwegs, um Schüler neugierig zu machen und zu einem naturwissenschaftlich-technischen Studium anzuregen. Jeder könne, so Jochen Brinkmann, Naturwissenschaften studieren. «Sie sind kein dünnes, aber ein bohrbares Brett.»

Volker Schmidt

Quelle: Frankfurter Neue Presse, 30.04.2010

Energietechnik, Elektrochemie, Gießereitechnik und ein Nagelbrett

 Wie ist es möglich, dass ein Fakir auf einem Nagelbrett sitzt? Kann eine Büroklammer schwimmen? Wie sehen die Energiespeicher der Zukunft aus? Diesen und anderen Fragen gingen die Schüler der 7, bis 11. Klassen gemeinsam mit Herrn Brinkmann und Herrn Dr. Czymai von der TU Clausthal nach. Sie erlebten an einem Vormittag im Fallstein Gymnasium, wie  spannend und unterhaltsam Physik und Chemie sein kann. Im Rahmen des Flying Science Circus besuchen die beiden Wissenschaftler der TU Clausthal, unsere Schule und zeigten spannende Experimente, die mit den Möglichkeiten der naturwissenschaftlichen Geräte einer Schule so nicht möglich sind. Der erste Experimental-Vortrag von Herrn Brinkmann, beschäftigte sich mit den Themen „Druck und Reibung in Technik und Natur“. Mit Neugier und Spannung verfolgten die Schüler der 7. und 8. Klassen den Vortrag und versuchten  die physikalischen Phänomene zu erklären, die hier gezeigt wurden.
So „zauberte“ Herr Brinkmann: Eine zuvor aus einem Kartenspiel gezogene Karte war plötzlich wieder zurück im Kartenstapel. Wie ein Fakir legte er sich dann mutig auf ein Nagelbrett, um den Zusammenhang zwischen Auflagefläche und dem Druck zu zeigen. Die Schüler staunten, als er sich anschließend völlig unbeschadet vom Nagelbrett aufstand.
Dem zweiten Teil des Vortrages widmete sich Herr Dr. Czymai Tensiden, deren Aufbau und Anwendung  Er zeigte Anwendungen, in denen die Oberflächenspannung von Flüssigkeiten eine wichtige Rolle spielt – wie man sie erhöht oder verringert.
In der zweiten Veranstaltung des Tages bekamen Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen einen wissenschaftlichen Einblick in das Thema „Gießereitechnik“. Bei einigen Experimenten durften die Schülerinnen und Schüler selbst mitarbeiten. Sie untersuchten z.B. welchen Einfluss die Zugabe von Kochsalz bei einem Wasser-Eis-Gemisch auf die Temperatur hat. Anschließend wurde die Abkühlungskurve verschiedener Metalle während des Erstarrungsvorgangs aufgenommen und der Kristallbildungsvorgang daran erläutert. Als Höhepunkt sahen dann alle auf dem Schulhof live das Gießen einer Figur in einer Sandform.  
Wie gewinnt man eigentlich Elektroenergie? Dieser Frage ging der einführende Vortrag für die Schüler der 11. Klasse nach. Schnell war man beim Thema der Energiespeicherung angelangt.
Der Vergleich verschiedenster Materialien für Batterien machte sowohl die unterschiedliche Lebensdauer als auch die entsprechenden Leistungsfähigkeiten deutlich.
Anschließend bauten die Schüler selbst verschiedene Batterien zusammen, die ein Elektroauto antreiben sollten. Jedes Auto legte eine andere Fahrstrecke zurück. Da die Batterien aus den vorher vorgestellten unterschiedlichen Materialien waren, hatten sie natürlich unterschiedliche Leistungsfähigkeit. Das wurde so sehr eindrucksvoll deutlich.
Natürlich kann auch eine Büroklammer schwimmen auf Grund der Oberflächenspannung der Flüssigkeit und der Geschicklichkeit von Herrn Dr. Czymai. Der „Fakir“ blieb unbeschadet, weil er genau wusste, wie er liegen muss, sein Gewicht gleichmäßig auf die Nägel verteilt und über viel Mut verfügt.  
„ Viele Dinge versteht man besser, wenn man sie anfassen kann“, so das Fazit der Schüler.

Quelle: Website des Fallstein-Gymnasiums Osterwieck

Wissenschaft im Klassenzimmer

Technische Universität Clausthal besucht Johanneum-Gymnaisum

 Herborn (hol). Am Dienstag (27. April) besuchen Wissenschaftler der Technischen Universität Clausthal das Johanneum Gymnasium in Herborn.

Der so genannte „Flying Science Circus“ berichtet auf schülergerechtem Niveau über die aktuellen Forschungsprojekte der Universität. Wissenschaftler der Universität führen spannende Experimente vor, die mit den Möglichkeiten der naturwissenschaftlichen Geräte einer Schule im Allgemeinen so nicht möglich sind.

So erfahren die Schüler der Physikkurse der Jahrgangsstufe 13 Näheres über die „Wunderbare Welt des Lichts“ und nehmen Einblick in die Welt der „Gießereitechnik“.

Für die Mittelstufe gibt es die Themen „Tenside – Aufbau und Anwendungen“ und „Druck und Reibung in Technik und Natur“.

Die Physik-Leistungskurse können dann noch ihre Fähigkeiten in einem Workshop zum Thema „Energiespeicher für die Zukunft“ erproben. Bei diesem Angebot geht es um den Bau und die Erklärung des elektrochemischen Hintergrunds von galvanischen Elementen und deren praktische Erprobung am Beispiel eines Elektroautos – ein echtes Zukunftsthema also.

Die Veranstaltung ist ein Baustein in dem Projekt der Schule, ihren Schülerinnen und Schülern Informationen und Anregungen zu naturwissenschaftlich-technischen Berufen und Studiengängen zu geben und ihnen die vielfältigen Möglichkeiten der Naturwissenschaften nahe zu bringen.

 aus: Lahn-Dill-Zeitung, 20. April 2010

Der Flying Science Circus der Technischen Universität Clausthal zu Gast an der Eduard-Stieler-Schule

Fulda. Nun schon das dritte Jahr in Folge hat der Flying Science Circus der Technischen Universität Clausthal ein Gastspiel an der Eduard-Stieler-Schule in Fulda gegeben und wieder waren alle anderen Fuldaer Gymnasien mit ihren naturwissenschaftlichen Leistungskursen dazu eingeladen.

Themen waren diesmal „Energiespeicher der Zukunft“ worunter insbesondere die Brennstoffzellentechnologie zu verstehen ist  und „Welt der Metalle“, worin es um die verschiedenen Eigenschaften von Metallen ging. Dazu gab es jede Menge spannende Versuche, bei denen zahlreiche Schüler mit einbezogen wurden.

Neben fast 30 Lehrerinnen und Lehrern durften etwa 400 Schüler die 2 Experimental-Vorträge von jeweils 90 Minuten Länge erleben durften, die insgesamt fünfmal vorgeführt wurden. Für Jochen Brinkmann und Dr. Ing. Andreas Czyma iist dies eine erfolgreiche Methode, um für die Naturwissenschaften zu werben und neue Studenten in die kleine Hochschulstadt im Oberharz zu ziehen. (Bernhard Ilsemann)

aus: Schöne.Nachrichten.de , 1. März 2010

TU Clausthal zu Gast

Von wegen graue Theorie: Wie spannend Chemie und Physik sein kann, erlebten am Freitagvormittag die neunten Klassen und die Leistungskurse für Physik und Chemie am Gymnasium Ernestinum. Dort waren Andreas Czymai und Jochen Brinkmann von der Technischen Universität (TU) Clausthal zu Gast, die unter anderem eine mobile Gießerei mitgebracht hatten und mit verschiedenen Experimenten zeigten, wie Physik und Chemie den Alltag bestimmen.
Die beiden TU-Mitarbeiter demonstrierten beispielsweise, wie die Beimischung bei Metallen, eine Legierung, zwar die Funktion eines Gegenstandes erhält, aber seine Eigenschaften verändert. Eine Bronzeglocke klingt lange nach, das soll sie auch. Aber die gleiche Eigenschaft ist beispielsweise bei Schiffsschrauben höchst unerwünscht, ist doch jeder Klang auch mit einer Schwingung verbunden. Deshalb bestehen Schiffsschrauben aus einer hochwertigen, starken, aber auch leicht elastischen Kupfer-Aluminium-Mangan–Legierung was Czymai auch praktisch demonstrierte.
Spannend auch die Stahlfeder mit Formgedächtnis: Steckt man eine auseinandergezogene Stahlfeder wie bei einem Kugelschreiber in warmes Wasser, zieht sie sich wieder zu ihrer ursprünglichen Form zusammen. Was übrigens nicht mit handelsüblichen Kugelschreibern funktioniert, verriet Czymai: Dort wird nicht so teures Memory-Metall verwendet; wohl aber in der Medizin, wo diese spezielle Eigenschaft Leben retten kann – ein Ergebnis der Werkstoffwissenschaften, ein Fachgebiet, das man studieren kann.
Aus einer Aluminium-Silicium-Legierung goss dann Brinkmann in der mobilen Gießerei, draußen, unter freiem Himmel, ein Relief der Heiligen Barbara, Schutzpatronin der Bergleute – Clausthal-Zellerfeld ist bekanntlich eine alte Bergarbeiterstadt in der es heute noch ein Institut für Bergbau gibt.
Für die Technische Universität war der Vormittag nicht nur Wissensvermittlung, sondern auch eine Werbung für ein Physik- oder Chemiestudium. Gelehrt und geforscht wird in Clausthal in den Bereichen Energie und Rohstoffe, Natur- und Materialwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Mathematik, Informatik, Maschinenbau und Verfahrenstechnik. Maxime an dieser Uni ist die enge Vernetzung von Natur-, Ingenieurs- und Wirtschaftswissenschaften innerhalb einer anwendungsorientierten Forschung. Organisiert wird sie in drei innovativen Zentren: dem Energie-Forschungszentrum Niedersachsen, dem Clausthaler Zentrum für Materialwissenschaften sowie dem Simulationswissenschaftlichen Zentrum.

Quelle: Website der Europaschule Gymnasium Ernestinum, Rinteln.

Keine trockene Theorie: Schüler bauten ein Auto

Ungewöhnlicher Unterricht: „Flying Science Circus“ im Gymnasium

Fallersleben (kn) „Der Flying Science Circus machte gestern am Gymnasium Fallersleben Station. Gemeinsam mit drei Chemie-Kursen des Abiturjahrganges setzten sich zwei Dozenten der TU Clausthal trockene Theorie in spannende Experimente um.

„Viele Dinge versteht man einfach besser, wenn man sie sieht“, sagte Schülerin Nicole Gurwin (19). Und dabei halfen Jochen Brinkmann und Dr. Andreas Czymai gern. Zunächst erläuterte Czymai die Wirkweise von Tensiden. Diese Substanzen ermöglichen die Vermischung von eigentlich nicht miteinander mischbaren Flüssigkeiten wie Öl und Wasser.
Lehrerin Sabine Pemberneck freute sich über den Besuch von der TU. „ Es ist wichtig zu zeigen, wo Dinge wie Tenside im Alltag genutzt werden.“ Höhepunkt des Besuchs des „Flying Science Circus“ war die Konstruktion von leistungsstarken Batterien, die kleine Autos antreiben können. Schüler Marco Pagel hatte viel Spaß an dem ungewöhnlichen Unterricht. „Es ist gut, wenn man sieht, wie der Stoff aus dem Unterricht genutzt werden kann“, sagte der 19-Jährige.

aus: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 24. Februar 2010

Workshops zu Energiespeichern und Materialwissenschaften

 02.03.10 - Fulda - Die Technische Universität Clausthal war wieder einmal zu Gast an der Eduard-Stieler-Schule: Zum dritten Mal in Folge hat der "Flying Science Circus" der Technischen Universität Clausthal am Donnerstag und Freitag letzter Woche ein Gastspiel an der Eduard-Stieler-Schule in Fulda gegeben und wieder waren alle anderen Fuldaer Gymnasien mit ihren naturwissenschaftlichen Leistungskursen dazu eingeladen. Insgesamt gab es fünf Experimentalvorträge, die auf zwei Tage verteilt wurden.

Themen waren diesmal „Energiespeicher der Zukunft“, wo es um die hochaktuelle Brennstoffzellentechnologie ging und die „Welt der Metalle“, die mit einem Gießerei-Experiment endete. Dazu gab es jede Menge spannende Versuche, bei denen zahlreiche Schüler mit einbezogen wurden.

aus: Osthessen-News, 3. März 2010

Manege frei für die Wissenschaft

Flying Science Circus zu Gast beim Gymnasium am Silberkamp / Ziel: Interesse fördern

VON CAROLINE MARIE MERTEN

Peine. Gestern wurde das Foyer des Silberkamps zum Zirkuszelt des Flying Science Circus der Technischen Universität Clausthal. Die Referenten Dr. Andreas Czymai und Jochen Brinkmann hielten Vorträge und zeigten Experimente zu den Themen Tenside und Strömungsmechanik – vor allem um das Interesse der Schüler in Chemie und Physik zu fördern.
Statt im Chemie- oder Mathe-Grundkurs zu sitzen, lauschten die Oberstufenschüler den beiden Besuchern der Technischen Universität Clausthal und lernten allerhand:
Im ersten Teil des Flying Science Circus ging es um Tenside, das sind Substanzen, die dafür sorgen, dass beispielsweise zwei eigentlich nicht miteinander mischbare Flüssigkeiten fein vermengt werden können. Sie setzen die Ober-Grenzflächenspannung herab und ermöglichen so ein Vermengen. Ein weiters Merkmal der Tendide ist, dass sie sowohl aus einem hydrophoben (wasserabweisenden) und einem hydrophilen (wasserliebenden) Molekülteil bestehen und somit amphiphil (beides liebend) sind.
 Die Wirkweise der Tenside veranschaulicht Dr. Andreas Czymai mit einem einfachen Versuch: Er legt eine Büroklammer auf die Oberfläche eines mit Wasser gefüllten Schälchens. Aufgrund der hohen Oberflächenspannung wird die Klammer vom Wasser getragen. Kurz darauf gibt er ein Tensid (zum Beispiel Spülmittel) dazu, dass die Oberflächenspannung so stark verringert, dass die Büroklammer absinkt.
Tenside werden beispielsweise in der Textil- und Kosmetikindustrie verwendet und kommen in Form von Cholesterin oder Cholsäure auch im menschlichen Körper vor. Auch das zweite Thema des Flying Science Circus ist vielfach im alltäglichen Leben vertreten. Sowohl in der Energieerzeugung, im Bereich der Mobilität und in der Biologie spielt die Strömungsmechanik eine wichtige Rolle.
Mithilfe einer schnell konstruierten Papier-Brücke veranschaulichte Jochen Brinkmann die Auswirkungen von Fließgeschwindigkeit und Druck. Als der Referent unter die Brücke pustet, hebt diese nicht etwa ab, sondern sackt zusammen. Unter der Brücke ist die Fließgeschwindigkeit der Luftströmung nämlich höher, der Druck allerdings geringer. Die Prinzipien der Strömungsmechanik regeln beispielsweise bei der Funktionalität von Windkraftanlagen, Flugzeugturbinen oder auch der menschlichen Lunge.

 aus: Peiner Allgemeine Zeitung, Mittwoch 11. 02. 2009

 


Show-Effekte auf dem Schulhof

SCHULE. Wissenschaftler der Uni Clausthal warben am Bertha-von-Suttner-Gymnasium mit verblüffenden Experimenten fürs Lernen und Lehren.

Der „fliegende Wissenschaftszirkus“ der Technischen Universität Clausthal besuchte jetzt das Bertha-von-Suttner-Gymnasium, um den 210 Oberstufenschülerinnen und –schülern, die Kurse in Physik oder Chemie belegt haben, die Themen Gießereitechnik und Strömungsmechanik vorzustellen. Im Mittelpunkt standen verblüffende chemische oder physikalische Phänomene undderen Erklärung. Dabei ging´s nicht um die bloße Aneinanderreihung spektakulärer Show-Versuche, sondern auch darum, zu vermitteln, wie Lehren und Lernen an einer Uni aussehen kann. Besonders anschaulich erlebten die neugierigen Zuschauer auf dem Schulhof, wie komplexe Formen und Bauteile in der heutigen Gießereitechnik aus einer rotglühenden Metallschmelze hergestellt werden.

aus: Neue Rhein Zeitung, 13. November 2008

Wissenschaft zum Anfassen

Flying Science Circus der TU Clausthal zu Gast im Gymnasium Straelen

STRAELEN. Wie fliegt ein Flugzeug und wie fliegt ein Vogel? Warum haben Pinguine und Pflanzensamen die Form, die sie haben? „Strömungsmechanik“war das Thema, das die Neuntklässler des Städtischen Gymnasiums in Straelen gespannt verfolgten. Der „Flying Science Circus“ der Technischen Universität Clausthal war zu Gast und vermittelte den Klassen 6, 9 und 12 naturwissen schaftliche Zusammenhänge auf anschauliche Weise. Seit Oktober 2004 sind Jochen Brinkmann, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der TU Clausthal, und Dr. Andreas Czymai, mit dem „fliegenden Wissenschaftszirkus“ in Deutschland unterwegs. 150 Schulen haben sie seitdem besucht - die Tendenz ist steigend. Schüler auf die Studiengänge der TU Clausthal aufmerksam machen und über das Berufsfeld der Ingenieure informieren ist das Ziel des Projektes. „Wir führen in jedem Jahr eine Erstsemesterbefragung durch. Mittlerweile geben bereits rund sieben Prozent unserer Studienanfänger an, über eine Vorstellung des Flying Science Circus auf die Universität aufmerksam geworden zu sein“, erklärt Jochen Brinkmann. Seine Erfahrung habe gezeigt, dass das Interesse für Naturwissenschaften größer werde.

Dieser Meinung schließt sich auch Trude Ulrichs, Konrektorin am Staelener Gymnasium, an. Sie hatte den Kontakt zur TU Clausthal hergestellt und den Besuch in Straelen ermöglicht. „Es ist faszinierend, mit welcher Konzentration und Begeisterung die Schüler bei der Sache sind.“ Ob das Thema „Druck und Reibung“ für die Jahrgangsstufe 6, „Strömungsmechanik“ für die Jahrgansstufe 12 – mit ihrer jahrgangsstufengerechten Aufarbeitung stießen die Wissenschaftler auf großes Interesse der Gymnasiasten. Denn neben den verblüffenden Experimenten physikalischer Art erhielten sie auch einen Einblick in die Forschungsvorhaben der Universität.

NIEDERRHEIN-NACHRICHTEN, 8. November 2008

Wissenschaftszirkus zieht in den Physiksaal

Wissenschaftszirkus zieht in den Physiksaal

NATURWISSENSCHAFT Die Uni Clausthal mit den „Flying Science Circus“ hat Station am Ricarda-Huch-Gymnasium gemacht.

Auf dem Schulhof hat es zehn heiße Herzen gegeben. Aus einer Legierung Aluminium-Silizium haben Physiker der Technischen Universität Clausthal-Zellerfeld sie in Formsand gegossen und dann herausgeschlagen. Sie waren mit ihrem „Flying Science Circus“ am Ricarda-Huch-Gymnasium, um für naturwissenschaftliche Studien zu werben.

Alte Freundschaft kann nutzen: Als Biologie-Lehrerin Carlotta von Oudarzan hörte, dass der Schulfreund ihres Bruders für die TU Clausthal mit seinem Wissenschaftszirkus herumreist, engagierte sie Jochen Brinkmann und sein Team für einen Besuch am Krefelder Gymnasium.

Mit einem Bus voller Anschauungsmaterial waren die naturwissenschaftlichen Werber jetzt schon zum zweiten Mal in Krefeld. Koordinator Norbert  Hilgers hatte diesmal Schüler aus den Physikkursen der Oberstufe und der Klasse 10 in zwei Gruppen in den voll besetzten Physiksaal getrommelt.

Schüler Christian Sawa (18) hat sich für die Teilnahme an der „Zirkusstunde“ gemeldet, weil er ein Ingenieurstudium anpeilt, vielleicht sogar in Clausthal. Günter Schäfer vom Clausthaler Institut für Maschinenwesen hat allerhand Equipment im Raum aufgestellt, drei Modellwindräder, Ballons, Motoren. Energiegewinnung durch riesige Windkraftanlagen sind bei den Schülern bekannt.

Schäfer behandelt das Problem der Schwankungen: „Auch wenn auf der Nordsee eine Flaute herrscht, soll die Suppe heiß werden.“ Für das Speicher-Problem, dem mit Batterien nicht beizukommen ist, hat er eine Clausthaler Lösung entwickelt, die im Windpark „alpha ventus“ bei Borkum verwirklicht werden soll: Überschüssiger Strom hilft Luft in große unterirdische Kammern zu blasen, bei Flaute strömt die Luft zurück und treibt einen Generator an. Schäfer ist überzeugt, dass langfristig 25 Prozent des bundesdeutschen Energiebedarfs durch Wind und eine ausgereifte Speichertechnologie zu decken ist.

Mit „Feuer und Flamme“ war Andreas Czymai dabei. Er vermittelte Jugendlichen die hohe Kunst des Gießens auch von Glocken, in wieder verwendbaren Formen, in Fein-, Fließ- oder Druck-Guss. Er bereitete auch die Demonstration auf dem Hof vor, wo Jochen Brinkmann in schwerer Asbestschürze bereits die Form im Sand vorbereitet und die Legierung auf Temperatur gebracht hatte. Nach dem Gießen war das Metall bereits nach wenigen Minuten so abgekühlt, dass die Herzen aus dem Sand geschlagen werden konnten.

aus: Rheinische Post, 7. November 2008

20. Oktober 2007 - Luise-von-Duesberg-Gymnasium, Kempen

(RP) Das Kempener Luise-von-Duesberg-Gymnasium veranstaltet am Samstag, 20. Oktober, einen weiteren Universitäts-Informationstag. Unter dem Motto „Nach der Schule studieren. Aber was und wo?“ präsentieren sich von 10 bis 14 Uhr in der Aula und in der Sporthalle des LvD insgesamt 15 Universitäten, Hochschulen und Institutionen aus dem näheren und weiteren Umfeld wie auch aus den Niederlanden. Sie informieren über besondere Fachbereiche (zum Beispiel Medizin, Medienwissenschaften, Ingenieurwissenschaften, Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik, Chemie) sowie über Studiengänge und Studienmöglichkeiten. Die Palette der Unis und Hochschulen wird ergänzt durch Institute (wie die NRW-Bank), die Fragen zur Bildungsfinanzierung (aktuell wegen der neu eingeführten Studiengebühren) und zum Bildungs-Management beantworten.

Neben den Präsentationen durch die Unis und Hochschulen wird es auch Kurzvorträge geben, zum Beispiel Studieren in den Niederlanden, Studieren an der RWTH Aachen und zwei Experimentalvorträge darunter der Universität Clausthal, die schon beim letzten Uni-Info-Tag des LvD mit faszinierenden Experimenten begeisterte.

Interessant dürfte auch ein Workshop der Fontys Hochschule Venlo werden und die Präsentation der „Hochschule für deutsche Flugsicherheit“, die sich noch ganz zuletzt angemeldet hat und daher im gedruckten Programm nicht mehr aufgeführt werden konnte.

Für Imbiss und Getränke wird die Schülervertretung des LvD sorgen, die eine Caféteria organisiert. Eingeladen zu dieser Veranstaltung sind alle interessierten Bürger, besonders natürlich die Schülerinnen und Schüler aus der Region.

Quelle: Rheinische Post vom 20.10.2007

19. Oktober 2007 - Ricarda-Huch-Gymnasium, Krefeld

Neue Lust auf Technik

Fachkräfte sind Mangelware / Initiativen fördern das Interesse junger Leute
Die Nobelpreise für Chemie und Physik bekommen in diesem Jahr zwei Deutsche. Doch viele junge Leute haben mit Technik und Naturkunde nichts am Hut. Initiativen versuchen, neues Interesse zu wecken. Das ist wichtig für den Arbeits­markt.

Krefeld (em/jz).
Charlotta von Ondarza freut sich. Die Biolo­gielehrerin am Ricarda-Huch-Gymnasium hat es wieder mal geschafft, ihre Schüler für naturwissenschaftliche Experimente zu interessieren. Zusammen beugen sie sich neugierig über aufregende Apparaturen. Diese hat Jochen Brinkmann von der Techni­schen Universität Clausthal mit in die Schule gebracht.

Ein aufregender Experimentaufbau: Lehrerin Charlotta von Ondarzo schaut sich zusammen mit Schülern des Ricarda-Huch-Gymnasiums einen Versuch an, den der Mitarbeiter der TU Clausthal anschaulich und pointiert erklärt. Mit dem Projekt, das am Freitag durchgeführt wur­de, versuchen die Lehrer, mehr Interesse an Naturwissenschaften zu wecken.	Foto: Zellen
Ein aufregender Experimentaufbau: Lehrerin Charlotta von Ondarzo schaut sich zusammen mit Schülern des Ricarda-Huch-Gymnasiums einen Versuch an, den der Mitarbeiter der TU Clausthal anschaulich und pointiert erklärt. Mit dem Projekt, das am Freitag durchgeführt wur­de, versuchen die Lehrer, mehr Interesse an Naturwissenschaften zu wecken. Foto: Zellen

Vielleicht gibt es durch die Nobelpreisverleihung einen neuen Interessensschub."
Norbert Hilger, Lehrer

„Wir versuchen, Nachwuchs für technische Studienfächer zu gewinnen", erklärt er freimütig. Das ist bitter nötig. Denn die deutsche Wirtschaft sucht händeringend nach Ingenieuren und technischen Facharbeitern. Doch Talente sind rar. „Bei uns hat seit 2005 kein Leistungskurs Physik mehr stattgefunden", bedau­ert Lehrer Norbert Hilger. Dabei bietet die Schule den Kurs an, aber zu wenig Schüler zeigten Interesse. Deshalb auch haben Charlotta von Ondarza und ihre Kollegen das TU-Projekt „Flying sience circus" in die Schule geholt, um wieder einen Interessensschub auszulösen. Auch andere Initiativen sind dabei erfolgreich. Die Firma Bayer beispielsweise richtete diese Woche eigens ein Schülerlabor ein. Hier sollen Jugendliche an technische Experimente herangeführt werden. Bisher schon bietet das Unternehmen vor Ort in Krefeld Workshops in Sachen Chemie an. Neue Projekte ver­folgt auch die Krefelder Agen­tur für Arbeit.

Zirkus der Naturwissenschaften

(sep) Selbst der Physiklehrer staun­te, als  jetzt der "Flying Science Circus" im Ricarda-Huch-Gymnasium gastierte. Norbert Hilgers saß gemeinsam mit Carlotta vom Ondarza und rund 50 Schülern in der Cafete­ria des Gymnasiums und lauschte gespannt den Worten der Vortra­genden. Vorne stand ein Referent der Technischen Universität Claus­thal und er erklärte allerlei Spannen­des aus der Welt der Wissenschaft. Wie ein Motor Energie spart, wie die TU Clausthal Flugzeuge sicher machte und wie auf hoher See bald Strom gewonnen werden soll.

Begeisterung schaffen

Der "fliegende Wissenschaftszir-kus" hat sich zum Ziel gesetzt. durch Vorführung verblüffender Phänomene Schüler für ein Inge­nieursstudium zu begeistern. Dieses Anliegen scheint in Krefelds Ricarda-Huch-Gymnasium auf frucht­baren Boden gefallen zu sein. Dia­log zweier Schülerinnen beim Rausgehen: "Ich glaube, ich gehe zum Studium nach Clausthal." Die andere Schülerin: "Ja, auch des­halb, weil die da so gute Feten ha­ben." Auch Tobias Kühn (18) könn­te sich vorstellen, nach Clausthal zu gehen: "Der Vortrag heute hat mich schon sehr überzeugt."

Spannung im Ricarda-Huch-Gymnasium: Auch anhand von Glocken lassen sich naturwissenschaftliche Phänomene unterhaltsam vermitteln.
Spannung im Ricarda-Huch-Gymnasium: Auch anhand von Glocken lassen sich naturwissenschaftliche Phänomene unterhaltsam vermitteln.

Ein aufregender Experimentaufbau: aLehrerin Charlotta von Ondarzo schaut sich zusammen mit Schülern des Ricarda-Huch-Gymnasiums einen Versuch an, den der Mitarbeiter der TU Clausthal anschaulich und pointiert erklärt. Mit dem Projekt, das am Freitag durchgeführt wur­de, versuchen die Lehrer, mehr Interesse an Naturwissenschaften zu wecken. Foto: Zellen

90 Minuten wurde den Schülern von Physik-und Chemie-Grundkursen sowie Mathe-Leistungskursen Wissen auf unterhaltsame Art vermittelt. Ich bewundere immer wieder, mit welch lockerer Art meine Kollegen der TU Clausthal Wissen an die Schüler vermitteln", sagt Norbert Hilgers im Anschluss an den Vor­trag.
Der Clausthaler Wissenschaftszirkus gastierte bereits an über 60 Schulen und tourte bisher durch die Bundesländer Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin, Branden­burg und Nordrhein-Westfalen. Nach Krefeld war er auf Vermittlung von Lehrerin Carlotta von Ondarza gekommen.

Quelle: Extra-Tipp Krefeld 

            Rheinische Post

27. Juni 2007 - Schloßgymnasium, Wolfenbüttel

Schüler für Naturwissenschaften begeistert

Clausthaler Wissenschaftszirkus zu Gast im Gymnasium im Schloss – Flüstergalerie vorgestellt

WOLFENBÜTTEL. Für die Schüler der 11. und 12. Klasse des Gymnasiums im Schloss stand eine besondere Physikstunde auf dem Lehrplan – zu Gast war der Clausthaler Wissenschaftszirkus. Im Oktober 2004 wurde dieses Projekt ins Leben gerufen. Seither besuchen Studenten der Technischen Universität Clausthal Schulen und halten Vorträge zu Themen des Ingenieurwesens.



"Wir stimmen die Themen nach den Interessen der Schüler ab. Jedoch haben sie immer Bezug zu Clausthal", erklärt Burkhard Roos. Er besuchte mit Wolfgang Rolshofen das Gymnasium im Schloss.

Promotionsstudent Wolfgang Rolshofen (links) erklärt den Wolfenbütteler Gymnasiasten einen Motor. Foto: Dörte Scheufler

"Wir wollen damit frühzeitig die Begeisterung für die Naturwissenschaften bei den Schülern wecken und ihnen das Ingenieurswesen näher bringen. Durch solche Besuche erreichen wir die Schüler direkter."

In seinem Referat sprach Roos über die Flüstergalerie. Er erklärte den Schülern, dass diese Galerie ein kugel- oder zylinderförmiger Raum ist, an dessen gekrümmten Außenseiten der Schall zur anderen Seite reflektiert wird, ohne dass die Raummitte mit Schall versorgt wird.

Gespannt hörten die Schüler den Erläuterungen Ross’ zu und durften sich dann selbst an der Flüstergalerie ausprobieren.

Promotionsstudent Wolfgang Rolshofen sprach zum Thema "Mobilität – auch eine Aufgabe für Ingenieure". Dabei erklärte er unter anderem das Direktschaltgetriebe von VW und Windkrafträder.

Amai Streletzki fand die Flüstergalerie am interessantesten. "Es war beeindruckend, dass man in so einer Galerie das Geflüsterte hören kann, obwohl man so weit weg steht", sagte sie. "Bei den Motoren war es sehr interessant, die mal von Innen zu sehen." Moritz Wendt fand beide Vorträge ansprechend. "Die Sachen wurden sehr anschaulich beschrieben."

Die Idee, dieses Projekt in die Schule zu holen, kam von Gabriele Naujoks, Mitglied des Schul-Elternratsvorstandes. "Ich habe darüber in der Zeitung gelesen. Und da die Schule in Sachen Naturwissenschaften sehr viel macht, habe ich es der Schulleiterin vorgeschlagen."

"Die Themen fand ich sehr interessant und für diese Altersgruppe angemessen. Obwohl ich mir ein paar mehr Experimente gewünscht hätte. Dafür haben die Schüler aber sehr gut mitgemacht."  rp
Freitag, 29.06.2007

Quelle: www.newsclick.de

24. April 2007 - Stephaneum in Aschersleben

Kapriolen für die Wissenschaft

von ULI SCHULTE DÖINGHAUS, Handelsblatt

Den Anfang macht meist die Hui-Maschine: Ein Propeller, der an einem hölzernen Stäbchen befestigt ist, das mit Kerben versehen ist, dreht sich, wenn man über den Stab reibt. Sobald man über dem rotierenden Propeller laut und deutlich „huuuiiiiiiii“ ausruft, stoppt der Propeller für einen kurzen Augenblick und ändert die Drehrichtung.Teufelswerk? Magie? Zaubertricks? Nein: Wissenschaft! Wer genau wissen will, warum es bei der „Hui-Maschine“ um höhere Physik geht, um „asymmetrische Dämpfung“ oder „elliptische Lissajus-Figuren“, der sollte sich am 24. April nach Aschersleben in Sachsen-Anhalt begeben. Dort gastiert der „Flying Science Circus“ der TU Clausthal vor Schülern der Sekundarstufen I und II, dem Leistungskurs Naturwissenschaften im Gymnasium StephaneumWissenschaftler und Studierende führen eineinhalb Stunden lang verblüffende chemische oder physikalische Phänomene vor und erklären sie. „Der Fakir“ macht Druck und Reibung in Natur und Technik deutlich, „Der Gedankenakkumulator“ gibt Antworten auf die Frage „Was ist Licht?“ In kurzen Fachvorträgen referieren danach Hochschullehrer anhand von Experimenten über laufende Forschungsvorhaben an ihrer Universität. Unterstützt werden die Wissenschaftswerber von Industrieunternehmen wie Volkswagen oder Salzgitter, die etwa Maschinen oder spezielle Motoren für spektakuläre Vorführungen beisteuern.

Unis wollen Studenten für Technik und Naturwissenschaften gewinnen


Die Schüler wissen es zu schätzen, dass sie auf diese Weise, mal spielerisch-verblüffend, mal analytisch­ernst, an Experimenten teilnehmen können, für die an ihren Schulen keine Mittel vorhanden sind. Hinter dem Wissenschaftszirkus verbirgt sich eine Initiative der Technischen Universität Clausthal. Ihr Ziel ist es Gymnasiasten für natur- und ingenieurwissenschaftliche Studiengänge zu interessieren. Obwohl die beruflichen Aussichten für künftige Ingenieure und Naturwissenschaft­ler exzellent sind, obwohl die Industrie händeringend Maschinenbauer IT-Fachleute, Elektrotechniker und Bauingenieure sucht, stagnieren die Anfängerzahlen an den Universitäten oder gehen zurück.

Mit dem „Flying Science Circus“ zieht Jochen Brinkmann (li) von der TU Clausthal durchs Land, um Schüler für naturwissenschaftliche Fächer zu begeistern.


Der reservierten Haltung unter Deutschlands Gymnasiasten gegenüber Zukunftsstudiengängen versuchen die Universitäten mit unerwarteten Methoden entgegen zu wirken, in Clausthal etwa mit dem wissenschaftlichen Wanderzirkus.
Ziel dieses Zirkus’ ist es außerdem, Clausthal und seine Vorzüge als Universitätsstandort bekannter zu machen. Die TU Clausthal, etwas versteckt im Harz südwestlich von Goslar gelegen, ist mit knapp 3 000 Studenten, 90 Professoren und 420 wissenschaftlichen Mitarbeitern eine der kleinsten deutschen Universitäten. Mit den Schwerpunkten – unter anderem – Materialwissenschaften, Maschinenbau und Verfahrenstechnik, „sind wir in der Industrie für un­sere gute wissenschaftliche Ausbildung zwar weltweit bekannt“, sagt Jochen Brinkmann, der die Kontaktstelle Schule-Universität leitet und so etwas wie der Zirkusdirektor ist. „Um bei den Schulabsolventen bekannt zu werden, haben wir uns den Zirkus einfallen lassen“.
In 40 Schulen, meist im niedersächsischen oder sachsen-anhaltinischen Raum, hat er mit dem wissenschaftlichen Tross gastiert. Aber es hat auch Einladungen nach Berlin gegeben – und demnächst präsentieren die Clausthaler ihr Programm zum „Science Festival“ in der 400-Jahre-Jubiläumsstadt Mannheim.
Lohnt sich der ganze Zirkus? Immer mal wieder, sagt Jochen Brinkmann, begegne er auf dem Clausthaler Campus Studenten, die über den „Flying Science Circus“ hierher gefunden hätten, wie rund sieben Pro­zent aller Studienanfänger. 38 Prozent folgen dem Rat ihrer Eltern. Zehn Prozent der Erstsemester kommen, weil sie etwa beim „Tag der Offenen Tür“ Gefallen gefunden haben.
Wissenschafts- und Studienpromotion à la „Flying Science Circus“, die aktiv auf die künftigen Studierenden zugeht, ist in Deutschland recht neu. Vorbild für die Clausthaler Kampagne, sagt Jochen Brinkmann, sei auch der „Science Truck“ der TU Aachen, der seit sieben Jahren als fahrbares Experimentierstudio um Studienanfänger wirbt.
Die Technische Universität Berlin, lädt ihre Zielgruppe für mehrere Tage in den so genannten „Siemens Science Camp“ ein, wo in diesem Jahr vom 21. bis 27. Juli besonder Schülerinnen für technische und naturwissenschaftliche  Studiengänge interessiert werden sollen.
Anmeldungen sind noch bis zum 21. Mai im Internet unter www.siemens.de/generation21/sciencecamp möglich.

Informationen zum Thema Ökonomie und Bildung finden Sie unter:
www.handelsblattmacht-schule.de

Quelle: Handelsblatt Nr. 77 (2007) - Ökonomie & Bildung

05. Februar 2007 - Gymnasium Raabeschule, Braunschweig

Ideenküche Zirkus und Geschichten

Der „Juniorteller" der Ideenküche Braunschweig - Deutschlands Stadt der Wissenschaft 2007 - ist angerichtet. In der Aula des Gymnasiums Raabeschule startete gestern der Wissenschaftszirkus der TU Clausthal mit Unterstützung von Volkswagen und der Salzgitter AG. Außerdem startet der Erzählwettbewerb „Alles Löwe - oder was?" für junge Autoren der Klassen 5 bis 7.

Manege frei für die Naturwissenschaften

Der „Flying Science Circus" der TU Clausthal hatte Premiere im Gymnasium Raabeschule - Hauptthemen sind Mobilität und Stahl

Von Bettina Habermann

Die Aula des Gymnasiums Raabe-schule ist fast voll besetzt. Das Licht ist aus. Scheinwerfer beleuchten die Bühne.
Doch statt einer Theater- oder Musical-Kulisse lassen sie einen High-Tech-Motor, ein Getriebe und Stahlblech glitzern. Heute findet in der Aula eine besondere Premiere statt. Diesmal geht es nicht um knifflige Textpassagen und künstlerisch wertvolles Spiel, sondern um naturwissenschaftliche Phänomene aus Physik und Chemie.

Mehr Leistung, für die weniger Energie notwendig ist: Günter Schäfer von der TU Clausthal (Zweiter von rechts) erklärt (von links) den Schülern Max Schmiedt, Maxi Burkhardt und Schulleiter Wolfgang Kruse neueste VW-Technologie. Foto: Peter Sierigk

Der „Flying Science Circus", der Wissenschaftszirkus der TU Clausthal, startet seine Tournee durch die 13 Braunschweiger Gymnasien und Gesamtschulen in der Raabeschule im Heidberg. Die Veranstaltung für Schüler gehört zur Kategorie „Juniorteller" aus der Ideenküche Braunschweig - Deutschlands Stadt der Wissenschaft 2007.
"Auch an künstlichen Kniegelenken arbeiten Ingenieure mit", beginnt Dr. Günter Schäfer von der TU Clausthal seinen Vortrag. Mit einem Beamer wirft er dann das Skelett eines Stahl-Dinosauriers an die Wand und erklärt, dass Ingenieure einem solchen Koloss Leben einhauchen können.
„Mobilität" ist heute Schäfers Thema. Anhand modernster VW-Technologie - u.a. einem Polo-Motor der neuesten Generation - erklärt der Maschinenbauingenieur auch, wie mehr Fahrleistung bei weniger Energieverbrauch möglich ist wie viel Kraftstoff bei einem Direktschaltgetriebe im Vergleich zu Handschaltoder Automatikgetriebe eingespart werden kann.
„Das Land braucht die Kreativität, den Schwung und die Begeisterung für die Technik. Deshalb unterstützen wir die TU Clausthal in diesem Vorhaben sehr gerne", sagt Dr.-Ing. Ansgar Damm, Entwicklungsingenieur für Doppelkupplungsgetriebe bei der Volkswagen AG. „Uns überzeugt der Ansatz mit spannenden Experimenten Schülern, die vor der Berufswahl stehen, einen Einblick in die Aufgaben eines Ingenieurs zu vermitteln und fördern deshalb den Wissenschaftszirkus",   betont Thomas Martin Peters, Leiter der Abteilung Führungskräfte bei der Salzgitter AG. Entsprechend der Unterstützung der beiden Konzerne sind Mobilität und der High-Tech-Werkstoff Stahl Hauptthemen des Wissenschaftszirkus'. Uwe Eggers, Leiter Umformtechnik der Salzgitter Mannesmann Forschung, zeigt ein Stück gefalteten Stahls. „Er ist das Ergebnis eines Crash-Versuchs, quasi einer Vorstufe eines Crash-Tests", erklärt der Diplom-Ingenieur - „und damit wichtig für die Automobilindustrie   bei   der   Entscheidung für einen Stahl".
Jugendlichen interessante berufliche Aufgaben vor- und Forschung anhand von praktischen Beispielen darzustellen, ist der Ansatz des Wissenschaftszirkus'. „Es geht um Nachwuchswerbung für technische Studiengänge", sagt Jochen Brinkmann von der Kontaktstelle Schule-Universität der TU Clausthal.
Als „Akrobat" der Physik, der Chemie und der verschiedenen Ingenieurdisziplinen versucht Brinkmann seit Oktober 2004 bei Schülern Interesse zu wecken, Begeisterung auszulösen. In 40 Schulen gastierte der Zirkus seitdem. Brinkmann hofft, einige der teilnehmenden Schüler irgendwann als Studenten wieder zu sehen. Derzeit sind die Erstsemesterzahlen in den Ingenieurstudiengänge um rund sieben
Prozent rückläufig. „Aber die Berufsaussichten sind sehr gut", unterstreicht Brinkmann.
Burkhard Vettin, Fachberater Physik der Landesschulbehörde, schätzt am Wissenschaftszirkus, dass er Perspektiven aufzeige, für die es sich lohne zu lernen. „Die Vernetzung von Wirtschaft. Wissenschaft und Schule ist hier beispielhaft"", unterstreicht er.
Mittlerweile ist Pause in der Aula der Raabeschule. Das Licht ist wieder an, und Jochen Brinkmann und seine Kollegen sind auf der Bühne mit dem Umbau beschäftigt. Nach 400 Schülern der Sekundarstufe II beginnt jetzt der Zirkus für die Sek-I-Schüler. Sie erfahren zum Beispiel, dass jeder ein Fakir sein kann - wenn nur genügend Nägel auf dem Brett angebracht sind...

SERVICE
„Flying Science Circus"

  • Während des „Stadt der Wissenschaft"-Jahres soll der Wissenschaftszirkus der TU Clausthal mit Unterstützung von Volkswagen und Salzgitter AG durch alle 13 Braunschweiger Gymnasien und Gesamtschulen touren.
  • Das Programm für die Sekundarstufe II besteht aus zwei 30-minütigen Fachvorträgen zu laufenden Forschungsvorhaben an der TU Clausthal mit Laborprüfständen. Für Schüler der Sekundarstufe I stehen zahlreiche Experimente wie eine Flüstergalerie auf dem Programm.
  • Kontakt: Jochen Brinkmann, TU Clausthal, Kontaktstelle Schule-Universität, Telefon 05323/72-7755, E-Mail brinkmann@tu-clausthal.de

Quelle: Braunschweiger Zeitung vom 06.02.2007

26. Januar 2007 - Marienschule, Hildesheim

Ein Motor für 280 000 Euro
Technische Uni Clausthal und Firmen werben fürs Ingenieursstudium


Hildesheim (ph). Vor ein paar Tagen noch drehte sich der 280 000 Euro teure Demo-Motor in Seattle, dann in China, der nächste Termin ist Lausanne. Dazwischen stand der Physikraum der Marienschule in Hildesheim. Der Volkswagen-AG ist die Nachwuchswerbung für Ingenieure einiges wert, auch der Salzgitter AG und der Technischen Universität Clausthal. Sie schickten fachkundige Referenten und aufwändiges Gerät, um fürs Ingenieurstudium zu werben.

Ein Demo-Motor für 280 000 Euro und Wissen aus Industrie und Technischer Uni standen in der Marienschule im Mittelpunkt, Foto P. Hartmann

Wie den Dr.-Ing. Günter Schäfer, TU Clausthal, der sich mit der Mobilität und der Ingenieurskunst befasste. Seitdem wissen die Schüler, dass Ingenieure nicht nur Automotoren bauen, sondern auch Prothesen, immer im Dienste der Mobilität. Das trockene Thema Werkstoffkunde arbeitete der Dr.-Ing. Andreas Czymai, TU Clausthal, sogar akustisch auf: Die TU in Clausthal hat eine Legierung erfunden, die Geräusche dämmt und zum Beispiel Motoren leiser machen kann. Demonstriert wird das mit zwei gleich aussehenden Glocken. Die stählerne klingt hell und laut, die aus der neuen Legierung (namens Maxidamp) gegossene dumpf und leiser.
Bauteile   von   Autos   müssen   immer leichter werden, aber stabil bleiben. Die Salzgitter-AG stellt die dafür nötigen Bleche her, begleitet diese aber auch noch zum Kunden und liefert auch Messtechnik, die das Blech beim Auspressen im Auge behält. Winzige aufgeätze Messpunkte zeigen, wie weit sich das Blech dehnen lässt.
Während die meisten der Schüler ihre erste Begegnung mit einem Stück Eisenerz hatten, erläuterte Czymai, wie daraus Stahl wird und wie heiße Luft und Kohlenstoff daran mitwirken. Sehr plastisch schilderte auch Jochen Brinkmann, bei der Technischen Universität Clausthal für für Kontaktstelle Schule-Universität zuständig, physikalisch technische Zusammenhänge. Dieter Glehn, Physiklehrer an der Marienschule, freut sich über die Zusammenarbeit mit Brinkmann und dessen Universität. Sie gebe den Marienschülerinnen nicht nur diese allgemeine Information, sondern auch die Möglichkeit, ein paar Tage im Chemie-Labor in Clausthal zu experimentieren. Und schließlich offeriere sie jede Menge Ideen für „Jugendforscht" -Themen.
Die Technische Universität Clausthal ist aus der einstigen Bergakademie hervorgegangen.

Erste Begegnung mit Eisenerz: Ramona, Theresa und Judith sind fasziniert, Foto P. Hartmann

Die Ausbildung von Ingenieuren für den Bereich des Bergbaus (Montanwissenschaft, Rohstoffingenieure) spielt zwar zahlenmäßig heute nicht mehr die große Rolle, ist aber laut Brinkmann keineswegs unbedeutend: Gerade angesichts der expandierenden Volkswirtschaften in China und Indien spiele die Suche nach Bodenschätzen eine immer größere Rolle.


Quelle: Hildesheimer Allgemeine Zeitung - erschienen am 30.01.2007

17. März 2006 - Tilmann Riemenschneider-Gymnasium Osterode

Wenn sich Dinge anders als gewohnt entwickeln
Flying Science zu Gast im Tilmann Riemenschneider-Gymnasium Osterode

OSTERODE (red). Auf die Schülerinnen und Schüler der Leistungskurse Physik, zahlreiche weitere Schüler der Oberstufe und ihre Lehrkräfte wartete ein besonderes Ereignis: Der „Fliegende Wissenschaftszirkus" der Technischen Universität Clausthal war zu Gast.
Am Anfang des zweistündigen Programms stand Verblüffendes, Dinge, die sich anders verhalten, als man erwartet hat. Geheimnisvolle Propellerbewegungen, Flüstergalerien und Versuche im Strömungskanal begeisterten die Zuschauer. Das fachkundige Publikum staunte, als in der Arena Jochen Brinkmann (TU Clausthal), „Direktor und Akteur" gleichermaßen gemeinsam mit Dominik Schwendt (Student der Physik in Clausthal) verblüffende physikalische Experimente und deren Erklärung vorführte. Erklärungen für die physikalischen Phänomene wurden aber nicht aus dem Hut gezaubert, sondern Schritt für Schritt mit den Schülern erarbeitet.

Die Logistik rund um das Zirkusprogramm ist beachtlich, allein die Vorbereitungszeit für den Aufbau der gesamten Technik und der Versuchanlagen dauert fast drei Stunden. Mit Versuchen machte der Referent seine Ausführungen anschaulich Bild:  SVENJA PAETZOLDSo mancher Schüler mag sich nach den spannenden Experimenten wohl wünschen, dass der Wissenschaftszirkus    häufiger    im Tilman-Riemenschneider-Gymnasium gastiert. „Wir freuen uns sehr, dass diese faszinierende Roadshow unserer Partneruniversität bei uns Station macht", begrüßte Oberstudiendirektorin Karin Thiele die Teilnehmer. „Das Ziel dieses einmaligen Projektes „Flying Science Circus" der Uni Clausthal, nämlich Schüler für das ganze Spektrum der Naturwissenschaften und der Ingenieurdisziplinen zu begeistern, ist in jeder Hinsicht zu unterstützen. Wir sind stolz auf unsere Partneruniversität und freuen uns auf viele gemeinsame Aktionen," bedankte sie sich bei Jochen Brinkmann. Das Interesse der Schülerschaft an den Studienmöglichkeiten der Technischen Universität Clausthal hat deutlich zugenommen, Schnupperstudium, Schülerseminare und Informationstage der Uni ergänzen das vielfältige Angebot und machen Mut zu qualifizierten Ausbildungen.

Quelle: HarzKurier - erschienen am 24.03.2006

21. Februar 2006 - Otto-Hahn-Gymnasium, Bergisch Gladbach

Flüstergalerien und Windkanäle

VON STEFANIE JOOSS

Der Flying Science Circus zeigte Experimente aus Physik und Chemie im Otto-Hahn-Gymnasium.

Bergisch Gladbach - Wer denkt, Regenwürmer seien einfache Lebewesen, die bestenfalls zur Humusproduktion dienen, irrt gewaltig. Regenwürmern ist es nicht nur zu verdanken, dass sich Roboter auf dem Mars fortbewegen können. Sie spielen auch eine entscheidende Rolle in der Gefäßchirurgie. Wie ein Regenwurm von A nach B kriecht, haben Wissenschaftler nämlich genau studiert und daraus Erfindungen wie eben einen Marsroboter entwickelt.

Das und noch viel mehr Verblüffendes aus der Welt der Naturwissenschaft lernten die Schüler des Jahrgangs 12 des Otto-Hahn-Gymnasiums im „Flying Science Circus“. Mit diesem „fliegenden Zirkus“ zieht Jochen Brinkmann, Dozent an der TU Clausthal, seit zwei Jahren durchs Land und zeigt Experimente aus Physik und Chemie, die die Schüler im alltäglichen Unterricht nicht zu sehen bekommen. So erfuhren die Schüler, wie Abwasser bei der Photokatalyse mit Sonnenstrahlen wieder sauber wird oder dass jeder ein Fakir sein kann - wenn nur genügend Nägel auf dem Brett angebracht sind.

Photokatalyseanlage zur Abwasserbehandlung (Bild: Arlinghaus)


Den Schülern hat der anwendungsbezogene Unterricht gefallen: Es sei „total neu“, zu sehen, wie theoretisches Wissen in der Praxis angewandt werde, waren sich Gina, Leonard und André einig. „Außerdem haben wir an der Schule teilweise gar nicht die Mittel, um alle hier gezeigten Experimente durchzuführen“, sagte Gina. Sie kann sich jetzt auch viel besser vorstellen, was man als Naturwissenschaftler beruflich machen kann.

Damit hat Brinkmann sein Ziel erreicht. Mit dem Unterricht soll den Schülern nicht nur Spaß am Chemie- und Physikunterricht vermittelt werden. „Besonders für die Schüler der Jahrgangsstufe 12 bietet diese Veranstaltung wertvolle Anregungen für ihre Studien- und Berufswahl“, ist Chemielehrer Michael Linkwitz überzeugt. Brinkmann hofft, einige der Schüler später als Studenten an der TU Clausthal wiederzusehen: „Es gibt nach wie vor zu wenig qualifizierte Naturwissenschaftler und Ingenieure.“

Zum Schluss konnten die Schüler noch selbst an Windkanal und Flüstergalerie experimentieren. Die Flüstergalerie ist ein knapp zwei Meter langes, zum Halbkreis gebogenes Blech. Am einen Ende des Halbkreises flüsterte Brinkmann vor sich hin, am anderen Ende lauschte Gina - und verstand alles. Als Gina jedoch in der Mitte des Halbkreises steht - und damit viel näher bei Brinkmann als vorher -, hört sie kaum etwas. „Schallwellen breiten sich in alle drei Raumrichtungen gleichmäßig aus und die Intensität des Signals nimmt mit dem Abstand quadratisch ab“, erklärt Brinkmann. „Wird der Schall aber an der Ausbreitung in der dritten Raumachse gehindert, ist der Intensitätsverlust in der Ebene deutlich geringer - so wie sich zwei Menschen über die spiegelnde Oberfläche eines Teiches hinweg auch auf Entfernung gut hören können. “

Mit dem experimentellen Unterricht ist Brinkmann zufrieden. „Die Schüler haben außergewöhnlich gut mitgemacht.“ Wenn es nach ihm geht, war das nicht sein letzter Besuch im Otto-Hahn-Gymnasium.

Quelle: KÖLNER STADT-ANZEIGER - RHEIN-BERG-ONLINE.DE

14. Februar 2006 - Flying Science Circus am Stephaneum in Aschersleben

Aschersleben/MZ. Tut es weh, wenn man sich auf ein Nagelbrett legt? Wie treibt man mit Muskelkraft einen kleinen Propeller an, dass er sich mal in die eine, mal in die andere Richtung dreht? Was passiert mit einem Becher, der unter Wasser gedrückt wird - und was, wenn der Becher ein Loch hat? Wieso geht der Apfel, der auf ein Nagelbrett geworfen wurde und nun darauf steckt, nicht wieder ab?

„Dinge, die sich anders
verhalten, als man es
erwartet hat. Und man
bekommt dann die Erklärung
dafür."
JOCHEN BRINKMANN PROJEKTLEITER

Spannend, verblüffend und nach dem Blick auf die Hintergründe wie Druck, Reibung oder Kraft einleuchtend - ein Exkurs der ganz besonderen Art stand jetzt für Schülerinnen und Schüler der Physikkurse in den Klassen elf bis 13 am Ascherslebener Stephaneum auf dem Stundenplan: Mit zahlreichen Experimenten „gastierte" der Clausthaler Wissenschaftszirkus" an dem Gymnasium.

 

Überraschendes und verblüffendes präsentiert von Burkhard Roos und Jochen Brinkmann (Foto Frank Gehrmann)

Was passiert, wenn man einen Becher unter Wasser drückt? Überraschendes und Verblüffendes für das es - natürlich - eine wissenschaftliche Erklärung gibt, präsentierten Jochen Brinkmann (I.) und Burkhard Roos von der Uni Clausthal Schülerinnen und Schülern des Stephaneums

Ein Wissenschafts-„Zirkus"? Ja, bekräftigt Jochen Brinkmann den Namen des Projektes der Technischen Universität Clausthal, das er leitet: Als „Akrobaten des Geistes" wollen er und Burkhard Roos - Physikstudent an der TU - „mit Unterhaltungs- und Showeffekt" und „verschiedenen Nummern aus unterschiedlichen Bereichen" Einblick geben in die Physik, in die Chemie, in die Ingenieurdisziplinen. Dabei stehe am Anfang Verblüffendes: „Dinge, die sich anders verhalten, als man es erwartet hat. und man bekommt dann die Erklärung dafür", beschreibt Jochen Brinkmann. Wobei die Erklärung nicht etwa hervorgezaubert, sondern Schritt für Schritt mit den Schülern erarbeitet wird. Das gilt auch für die „Flüstergalerien" und deren Anwendungsmöglichkeiten, die Burkhard Roos vorstellt und demonstriert. „Wir möchten die Schüler begeistern für das ganze Spektrum der Naturwissenschaften und der Ingenieurdisziplinen", sagt Jochen Brinkmann, der weiß, dass es an der TU inzwischen auch eine „ganze Reihe guter Studenten gibt", die aus Aschersleben kommt.Die Kontakte zwischen dem Stephaneum und der  TU   wurden schon Anfang der 90er Jahre geknüpft. Damals hatte die Schule sich an die Clausthaler gewandt, um den Stephaneern für ihren Berufsweg auch Orientierungen zu geben, um aufzuzeigen, welche Möglichkeiten es im ingenieurtechnischen Bereich gibt, blickt Uwe Rosenthal, Physiklehrer am Stephaneum, zurück. „Die TU Clausthal war die erste, die sich hier so geöffnet hat." Inzwischen verbindet beide Einrichtungen längst eine Partnerschaft. So sind Stephaneer alljährlich im Rahmen ihrer Wissenschaftswoche an der Uni zu Gast, nutzen deren Ausstattung und können hier bei Schülerexperimenten selbst erproben und testen, was sonst nur in der Theorie vermittelt werden könnte. Und der „Wissenschaftszirkus" der Uni hatte im Oktober 2004 seine Premiere am Stephaneum.

Ob seine berufliche Zukunft in Richtung Physik führen wird, das weiß Sebastian Pupke noch nicht. Wohl aber, dass er ein Angebot, bei einem weiteren „Wissenschaftszirkus" dabei zu sein, gern annehmen würde: Die Unterrichtsstunde der anderen Art hat ihm gut gefallen, sagt der Schüler der Klasse 11/5. „Das war einmal was anderes." Der Unterricht sei hier mehr auf „lockere Art und Weise" und mit viel Experimenten erfolgt. Bei manchen habe er nicht gewusst, wie diese tatsächlich funktionieren und neu seien für ihn auch Anwendungsmöglichkeiten der „Flüstergalerie" gewesen. Übrigens: Ein Nagelbrett - zumindest eins mit mehr als 3 000 Nägeln - ist tatsächlich ein sanftes Ruhekissen. Weil, was Schülerinnen und Schüler sofort wussten, sich die „Gewichtskraft", der Druck de Körpers auf viele, viele Nägel verteilt...

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung - Lokalredaktion Ascherslebener Zeitung

01. Februar 2006 - Gymnasium am Silberkamp, Peine

Manege frei für die Wissenschaft

Interessante Mischung aus Show und Wissenschaft - der Flying Science Circus der TU Clausthal gastierte in Peine

Der „Fliegende Wissenschaftszirkus" der Technischen Universität Clausthal gastierte für einen Tag am Gymnasium am Silberkamp in Peine. Jochen Brinkmann und sein Team von der TU Clausthal bauten zahlreiche Experimente in der Aula auf. In ihrem fast 90-minütigen Vortrag stellten sie den Oberstufen-Schülern nicht nur interessante Experimente vor, sondern lieferten auch auf verständliche Art gleich die wissenschaftlichen Erklärungen mit. „Die Mischung aus Show und Wissenschaft kommt bei den Schülern gut an!", meint Christiane Schulz-Wolzik, Lehrerin des Gymnasiums. Sie hatte das „Gastspiel" des Flying Science Circus an der Schule arrangiert.

Quelle: "TREFFPUNKT Technik in der Schule", Ausgabe 02/2006 Newsletter für Lehrerinnen und Lehrer in Niedersachsen, Hrsg. Stiftung Niedersachsenmetall

28. Oktober 2005 - Flying Science Circus im Märkischen Gymnasium, Schwelm

Eine Physik abseits der Formeln

„Clausthaler Flying Science Circus" bringt Schwelmer Gymnasiasten die Wissenschaft näher

Von Stefan Scherer
Schwelm.
„Ich hab Physik abgewählt und versteh' davon gar nichts, aber das ist interessant", entfuhr es dem Mädchen, als der „Clausthaler Flying Science Circus" gestern im MGS gastierte.
Die komplette Oberstufe des Märkischen Gymnasiums nahm vor dem Altbau Platz, wo die Mitarbeiter der Technischen Universität Clausthal an spektakulären Versuchen verdeutlichten, wie einfach Physik in der Praxis abseits der Formelsammlungen sein kann. Diplom-Ingenieur Her­bert Enzler, Student Burkhard Roos und Jochen Brinkmann
von. der Pressestelle der TU hatten einige Experimente aufgebaut, holten sich immer wieder Schüler nach vorne, die mitmachen konnten und vermittelten den Stoff anschaulich und charmant.
„Man könnte mit dieser Formel jetzt herrlich hin- und herrechnen, das lassen wir aber", begann Burkhard Ro­os und hatte damit die Schüler, die größtenteils interessiert lauschten, sofort auf seiner Seite. Vom Elektromagnetismus bis zur Strömungsmechanik wurden so in 90 Minuten viele Felder der Physik angesprochen, und anhand von Experimenten alltagsorientiert gleich vor Ort veranschaulicht.
Natürlich waren unter den Schülern auch einige Experten, die auf jede Frage eine Antwort wussten, so dass die Clausthaler Wissenschaftler zu dem Ergebnis kamen: „Schwelmer Schüler sind schlau - zumindest diese hier." Und dank der leicht verständlichen Ausführungen haben alle in Punkto Physik etwas gelernt, selbst das junge Mädchen, das Physik bereits abgewählt hat.

Quelle: Westfalenpost vom 29.10.05

27. Oktober 2005 - Erzbischöfliches Gymnasium St.-Anna in Wuppertal

"Am 27.10.2005 empfing die St.-Anna-Schule wieder einmal Gäste:

Der „Flying Science Circus“ der Technischen Universität Clausthal hatte sich angekündigt, und so fanden sich in der 7. und 8. Stunde die naturwissenschaftlichen Kurse der Oberstufe im Forum ein, um Physik und Chemie einmal in etwas anderer Form zu erleben.


Der „Flying Science Circus“ der Technischen Universität Clausthal ist ein Projekt, das momentan durch Deutschland von Schule zu Schule reist und Schülern Naturwissenschaften näher bringen, sowie für ein Studium in diesem Bereich werben soll. Dies gelang den Moderatoren auch: Egal ob nun Phasenverschiebung, die Funktionsweise eines Auftriebkraftwerks oder der jahrhundertealten Flüsterbögen und –gallerien, Haft- und Gleitreibung, Schall- und Lichtwellen oder den Beutefangmechanismus der Kannenpflanze – der „Zirkusdirektor“ schaffte es, dies alles an praktischen Beispielen zu erklären.

Beispielsweise wurde beim Thema Reibung der Regenwurm Fridolin vorgestellt oder ein Flüsterbogen zum Ausprobieren aufgestellt. So bekamen die Oberstufenschüler die Materie verständlich erklärt und hatten teilweise die Möglichkeit, die Experimente selbst durchzuführen.

Auch wenn wegen einem Redmonder Betriebssystem das Ende etwas vorgezogen musste: Die Doppelstunde kann abschließend als sehr gelungen, informativ und spannend bezeichnet werden."

16. März 2005 - Goetheschule Hannover

Die Roadshow der Technischen Universität Clausthal bot am 16.03.2005 auf unterhaltsame Weise einen sehr informativen Überblick über die technischen Anwendungsgebiete der Physik und Chemie. Herr Brinkmann, Pressesprecher der TU Clausthal, und Herr Schmidt, Student an der TU, gelang durch beeindruckende Experimente aktuelle Forschungsgebiete gut verständlich zu präsentieren. Herr Brinkmann scheute sich nicht, als Fakir auf einem Nagelbrett zur ruhen, Herr Schmidt ließ viele Schüler auf der Bühne Experimente zur Polarisation von Licht und zur Herstellung von Kunststoffen durchführen. Außergewöhnlich waren auch große Exponate, wie ein Strömungskanal, mit dem die Form einer Windschutzscheibe aerodynamisch optimiert werden kann, als auch ein Photokatalysegerät, das eine Erfindung der TU Clausthal ist, mit der verunreinigtes Wasser auf einfache Art gereinigt werden kann. Zahlreiche Informationen zum Studium technischer Ingenieurfächer an der TU Clausthal rundeten in gelungener Weise diese Veranstaltung ab.

Autor: Gleiche (Fachobmann Physik)

Quelle: www.goetheschule.de

17. Dezember 2004 - Flying Science Circus in der Marienschule, Hildesheim

"Als Fakire auf Wissenschaftsfeldzug

Flying Science Circus aus Clausthal erfreut und informiert Marienschülerinnen

(kf) Was haben Nagelbretter mit physikalischen Formeln zu tun? Dies und noch viele andere kleine Wunder der Naturwissenschaften erklärte der „Flying Science Circus" der Technischen Universität Clausthal mit einer Mischung zwischen Wissensvermittlung und Unterhaltung in der Marienschule.
„Es hat nur ein bisschen geprickelt", sagt Christina Müller und steht souverän vom Nagelbrett auf. Die Marien-schülerin hatte sich als Einzige gemeldet, um wie ein Fakir etwa eine halbe Minute auf 3007 Nägeln auszuhalten. Doch gleich nach der Mutprobe ging es wissenschaftlich zur Sache: Wie denn wohl die physikalische Formel laute, die das kurzfristige Fakirdasein ungefährlich mache, wollte Jochen Brinkmann, Pressereferent der Technischen Universität Clausthal, von der ratlosen Christina wissen. „Beschreib' einfach, was Du wahrgenommen hast", riet Brinkmann, und plötzlich kam sie dann aus Christinas Mund gesprudelt, die gesuchte Formel: Kraft wirkt auf eine Fläche, und das erzeugt den Druck. Je größer die Anzahl der Nägel, desto besser die Druckverteilung. Brinkmann ist der Initiator des „Flying Science Circus", einer Initiative der Technischen Universität (TU) Clausthal, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, potenziellem studentischen Nachwuchs die Naturwissenschaften auf witzige und spielerische Art näher zu bringen.

Ganz neu ist diese Idee nicht: Die TU Aachen zieht mit einem kompletten Labor im Lastwagen schon seit einigen Jahren durch die Lande, um mit Experimenten und Tricks statt langweiligen Vorträgen das Interesse an Chemie oder Physik zu wecken und nebenbei für sich zu werben. Solche Möglichkeiten haben die akademischen Entertainer aus Clausthal, deren TU die kleinste technische Hochschule Deutschlands ist, freilich (noch) nicht. Sie „teuren" ja auch erst seit Oktober im Umkreis von 100 Kilometern durch die Landkreise rund um Clausthal. Bisher haben sie mit dem „Flying Science Circus" aber nur gute Erfahrungen gemacht. Bei den meisten Schülern ist das Nagelbrett der Renner, allerdings sind die anderen Attraktionen des Wissenschafts-Zirkus auch nicht zu verachten: Da fängt plötzlich das Reagenzglas an zu brodeln und zu schäumen und die sieben Probanden, die Polymere bauen sollten, haben mal eben PU-Schaum erzeugt -ohne es zu wissen. Der angehende Chemieingenieur Daniel Schmidt erläutert mit dem geheimnisvollen „Gedankenakkumulator" und einem simplen Kartentrick das Polarisationsverfahren, das beispielsweise in Flüssigkristallbildschirmen Anwendung findet. Ein tischartiges Modell aus Leuchtstoffröhren, Wasser, vielen Drähten und Schläuchen entpuppt sich als Anlage zur Abwasserreinigung in sonnenreichen und regenarmen Gebieten, wie sie aktuell als Clausthaler Forschungsprojekt in Tunesien zum Einsatz kommt."

Quelle: Hildesheimer Allgemeine Zeitung vom 22.12.04

23. November 2004 - Ratsgymnasium in Peine

Ein Fenster zur Uni öffnen
TU Clausthal gestern im Peiner Ratsgymnasium

Von Doris Comes

PEINE. Auf Werbetour für den naturwissenschaftlichen Studentennachwuchs war gestern die TU Clausthal im Peiner Ratsgymnasium. "Flying science circus" heißt das TU-Projekt mit dem die Hochschule direkt in die Schulen geht und ein Fenster zur Uni öffnen will.
"Das Ratsgymnasium war die erste Schule, die sich auf unser Angebot gemeldet hat", betonte TU-Pressesprecher Jochen Brinkmann. Daher war gestern Peine auch die erste Station in Niedersachsen, insgesamt werden 50 Schulen besucht. "Peine ist kein Hochschulstandort, deshalb ist es besonders wichtig, die Uni auch in die Stadt zu holen", freute sich Rektor Hartmut Frenk über das Angebot für die Schüler.
Dr. Heike Schröder, Ingenieurin der Verfahrenstechnik, Diplom-Ingenieur Carsten Düsing und Chemie-Student Daniel Schmidt, stellten den Oberstufen-Grundkursen Chemie und Biologie sowie dem Chemie-Leistungskurs Themen wie ein Verfahren zur Reinigung von Textilabwässern in Tunesien oder das europäische Forschungsprojekt vor, sich über Klopfzeichen mit Computern zu verständigen.
Ausschließlich für die "Forscherklasse" des Ratsgymnasiums hatte Diplom-Physiker Dr. Friedrich Balck eine "Kindervorlesung" rund um das Thema "Töne" vorbereitet. Und selbst nach sechs Stunden Unterricht folgten die Mädchen und Jungen der "Forscherklasse" aufmerksam dem verständlichen Ausflug in die physikalischen Vorgänge.
Einmal in der Woche treffen sich 32 Schüler der fünften Klassen des Ratsgymnasiums, um im Bereich Chemie, Biologie und Physik zu experimentieren, die PN berichteten. Die Fünftklässler Viola Schmidt, Ina Renk, John-Jay Bartz und Malte Kynast jedenfalls fanden die Schnupperstunde in Sachen Physik und Hochschule "spitze".

Quelle: newsclick.de

 

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